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Baby Gedanken Kleinkind

10 Dinge, die Eltern erstmal lernen müssen

23. September 2014
10 Dinge | familiert.de

Zumindest mussten wir erst gewisse Dinge lernen. Ich rede Dinge abseits der üblichen Sachen, wie ich lerne mein Kind zu verstehen. Oder auch, wann benutzt ich wie welche Creme, welche Medikamente oder solche Dinge.
Katarina von Blogprinzessin hat 20 Dinge zusammen getragen, die einer Zwillingsmama oder besser gesagt, die Zwillingseltern erst einmal lernen müssen, weil sie zuvor nichts darüber gehört haben. Ich antworte ihr auf ihren Beitrag mit diesem – denn sie fragte nach: „Worauf wärt ihr gerne vor der Geburt eurer Kinder hin­ge­wie­sen worden?“ Und  als Einlingsmama brauch ich ja nur die Hälfte machen oder wie war das gleich? Nein, nein – spaß, aber mehr als 10 fallen mir einfach momentan so spontan nicht ein.

1. Was für ein süßes Mädchen!
Ja, auch Einlingseltern hören solche Sätze – das liegt wohl einfach daran, dass Kinder Magnete sind und alle möglichen Gesprächsthemen auf sie gezogen werden. Obwohl ich finde, dass man dem Kleinen eindeutig ansieht, dass er ein Junge ist, werden wir ständig gefragt, ob er nicht ein Mädchen sei. Oder es kommt unterschwellig durch, weil gefragt wird: „Wie geht es ihr denn so?“ – „IHM geht es ganz gut – sieht zumindest so aus, als hätte ER Spaß!“ – „Das stimmt. Sie hat ja auch so tolles Spielzeug dabei.“ – „Ja, das hat ER – es ist sogar SEIN Lieblingsspielzeug und zeitgleich SEIN bester Beißring.“ – „Sie sieht so süß aus!“ – „Ja, das ist ER wohl.“ – „Mach’s gut kleine!“ AHHHH!

2. Jeder weiß es besser!
Das schlimmste war für mich, dass es sofort nach der Geburt damit anfing. Kaum war der kleine Mann aus meinem Körper geschlüpft, durfte ich anscheinend – laut meiner Hebamme – nicht mal meine Stiefmama anrufen und zum Geburtstag gratulieren. Im Krankenhaus ging das ganze weiter, als ich meinen Sohn nachts „abgegeben“ habe, da bei mir auf dem Zimmer eine weitere Dame mit ihrem Schreibaby lag. Wollte ich doch einfach nur das beste für ihn und ihm etwas Ruhe gönnen. Aber nein – ich war von vorne herein so eine schlimme Mama, weil ich mein Kind abgab. Und was würde ich nur zuhause tun? Wo würde ich es da lassen? Leider war meine Nachsorge-Hebamme auch nicht sonderlich gut. Wollte sie uns doch vorschreiben, wie wir es mit dem Stillen handhaben sollen. Und ich kann mich heute noch drüber aufregen, wenn ich nur daran Denke, dass sie Noah so verwirrte, dass ich den ganzen Tag keine Ruhe mehr hatte! Aber es geht noch härter: Es gibt Personengruppen, die einem quasi vorschreiben wollen, wie man sein Kind zu erziehen hat. Was es darf und was nicht. Die reden nicht nur in die Erziehung rein, sondern fuschen auch so dazwischen. Da sollte man aufpassen! Sobald etwas einem gegen den Strich geht: Macht den Mund auf! Macht man es nicht, ist der Drops schon gelutscht und man hat bei jedem neuen Thema ärger.

3. Das ewige Leid mit den Schüben…
Nicht-Mamas sagt das vermutlich gar nichts. Es gibt so bestimmte Phasen, in denen die kleinen einen Sprung in ihrer Entwicklung machen. Diese Sprünge nennt man auch Schübe oder Phasen. Und diese können richtig, richtig nervig sein. Am Anfang fand ich sie richtig kacke und habe den Sohnemann viel im Tuch getragen um überhaupt noch irgendetwas machen zu können. Zum Glück sind diese Schübe vorhersehbar…

4. Jedes Kind ist doch anders – komisch!
… oder doch nicht? Wenn wir nachlesen, wann Noah seinen nächsten Schub haben soll und was er danach alles können soll, würde ich behaupten: Den müssen wir schon gehabt haben. Bei ihm ist es einfach auffällig, dass er sehr fix in seiner Entwicklung ist. Damit ist es dann aus mit dem Vorhersagen der Schübe. Und der Ratgeber kann getrost weiter gegeben werden – vielleicht kommt es bei dem anderen Kind dann ja doch wieder hin.

5. Stoffwindeln – Wieso bist du denn auf einmal so Öko? Reine Zeitverschwendung…
Ich weiß gar nicht, wie oft ich mir schon anhören lassen durfte, dass ich auf einmal auf so einer Öko Tour bin. Und das immer nur an dem Punkt mit den Stoffwindeln, dabei hat es bei uns ganz andere Gründe, als mit dem Müll. Aber geht dabei wirklich so viel Zeit drauf? Einmal der Vergleich:
Wäsche anstellen: 30 Sekunden. Windelwäsche aufhängen: 4 Minuten. Windeln vorbereiten: 6 Minuten. Insgesamt brauche ich also 10,5 Minuten für die Windeln. Und das alle 2 Tage. Das Einkaufen für Wegwerfwindeln würde wesentlich länger dauern. Auch, wenn man es mit normalen Einkaufen verbinden würde. Dann kommt wesentlich mehr Zeit mit drauf den Müll rauszubringen… Zudem müssten wir dann noch wesentlich mehr z.B. für Creme ausgeben. Denn mit den Stoffwindeln ist Noahs Po bisher nur ein mal Wund gewesen. Für mich ein ganz klares Plus!

6. Beikosteinführung
Selbst bei dem Thema mit dem Essen wird immer geraten: Ab dem 6. Monat rum. Vielleicht auch der 5. wenn das Kind schon so früh reif ist. Aber vorher auf keinen Fall! Quatsch! Es gibt auch Kinder, die wesentlich früher Interesse am Essen haben und warum dann vorenthalten? Genauso die ewige Frage: Erst Obst oder erst Gemüse? Entscheidet so, wie ihr lustig seid. Wir haben mit Gemüse angefangen, weil es fast jeder so macht. Haben aber schnell auf Obst umgeschwenkt, weil wir bzw. ich viel Nachmittags mit Noah unterwegs war und zwischendurch Probleme hatte, die Mittagsgläschen warm zu bekommen.

7. Kleine Kinder brauchen keinen Platz
Diese Annahme ist mal sowas von falsch! Zumindest ab dann, wenn sie mobil werden. In unserem Fall also vor gut 2 Monaten. Und seitdem geht die Entdecker-Tour quer durch die Wohnung. Doof, wenn man da nicht zumindest eine etwas größere freie Fläche hat, in der man richtig Toben kann. Sein Kinderzimmer ist zum Pirouette drehen vielleicht geeignet, für mehr aber auch nicht.

8. Ohne Laufstahl geht gar nichts – und ohne Wippe sowieso nicht!
Auch falsch! Wir haben keinen Laufstahl, auch wenn den uns alle andrehen wollten – wir haben dafür ja aber auch gar keinen Platz. Haben wir in Punkt 7 ja schon festgestellt. Es geht aber auch so – ehrlich gesagt hatten wir noch kein Szenario in dem es vielleicht mal praktisch gewesen wäre. Und eins denken könnte ich mir auch nicht. Und eine Wippe? Alle haben gesagt: Holt euch eine. Die elektrischen sind super, dann habt ihr auch mal eure Ruhe! Nie gekauft. Nie gehabt. Nie benutzt. Und nie vermisst! Unsere Ruhe haben wir Abends zu 98% sowieso.

9. Dann könnt ihr Nachts ja gar nicht schlafen – und ständig aufstehen…
Auch entgegen des Rates meiner Hebamme hat Noah von beginn an in seinem eigenen Zimmer in seinem eigenen Bett geschlafen. Ist er Nachts wach geworden, hat der Papa ihn rüber geholt, ich habe ihn gestillt und der Papa hat ihn wieder weggebracht. Dies pendelte sich einfach so ein, weil Noah meistens zwischen 5 und 6 Uhr wach wurde und Mathias um die Zeit aufsteht um sich für die Arbeit fertig zu machen. Und Noah hat früh „durchgeschlafen“. Ich setze durchgeschlafen bewusst in Anführungszeichen, weil ich das Wort doof finde. Er hat früh seine 6 bis 8 Stunden am Stück geschlafen. Oft waren es auch einfach 9 Stunden. Oder 10. Oder 11. Es gab auch ein paar Nächte mit 12 Stunden. Soviel zum Thema: Ihr habt ja gar keinen Schlaf mehr in den Nächten…

10. Kleinkinder können nichts, sie machen nur Dreck, schreien und machen in die Windel
Weit gefehlt! Kleinkinder können mit dir lachen. Dich zum lachen bringen. Machen quatsch. Albern rum. Unterhalten sich mit Händen. Und Gesten. Und mit ihren Lauten. Kleinkinder spielen mit dir. Spielen mit anderen. Umsorgen auch andere – das beste Beispiel sind die Tochter einer Freundin (ca. 1 Jahr) und Noah. Immer wieder süß, da wird sich auch gegenseitig gefüttert…
Kleinkinder können wütend sein. Und trotzig. Sie können kuscheln. Sind neugierig. Erkunden die Welt. Können mit ALLEM spielen und bringen dein Leben schlicht weg auf dem Kopf. Was gar nicht immer so verkehrt ist!

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