Dieser eine (vererbte) Tick

Veröffentlicht am

11. September 2015

Geschrieben von

Hanna

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Dieser eine Tick. Den hat Mathias schon seitdem wir uns kennen. Und so lange versuche ich ihm den schon abzutrainieren. Weil es mich richtig nervt. Da sitzt man ganz ruhig auf der Couch und kuschelt und schaut sich einen Film an. Und dann sind da Füße, die sich die ganze Zeit bewegen.

Und er merkt es einfach nicht. Er reibt immer wieder seine beiden Füße aneinander. Und das finde ich sowas von schrecklich. Ätzend! manchmal nervt es mich schon so stark, dass ich damit Drohe seine Füße abzuhacken – natürlich nicht ernst gemeint. Und mittlerweile brauche ich ihn nur genervt anschauen oder einen bösen Seufzer machen, dann weiß er schon immer genau, was los ist.

In der Schwangerschaft mit K1 habe ich immer geschworen, dass unser Sohn genau den gleichen Tick hat. Schon, als ich die Kindsbewegungen spürte, wusste ich, was er da macht. Seine Füße! Ich bin auch da schon regelmäßig ausgerastet. Wisst ihr, wie nervig das ist? Ich meine: Ich habe ja versucht ihn zu bitten damit aufzuhören. Aber ihr wisst ja sicherlich, wie erfolgreich das war…

Und heute, wo er auf der Welt ist? Immer noch! Erst letzten hatte er einen Albtraum das er nicht mehr in seinem Zimmer schlafen konnte. Dann habe ich ihn mit zu uns ins Bett genommen. Und weil ich ihn ja nicht wachhalten wollte, wenn ich ihn angucke (ich kann auch nicht schlafen, wenn mich jemand anstarrt!), habe ich mich weggedreht. War auch soweit okay. Und dann ging es ganze DREI STUNDEN lang so:

Kind lag lieb und ruhig zwischen uns. Der Papa hatte eh schon geschlafen. Und ich? Ich war hell wach. Mit dem Rücken zum Kind. Und das Kind? Wollte gerne schlafen, aber konnte nicht. Und bewegte STÄNDIG seine Füße. Solange ich das nicht merke oder sehen: Sollen die Männer doch machen. Das Problem an dieser Geschichte nur: Es war an meinem Rücken. Und es hat mich so gereizt, dass ich mit ihm nochmal ins Wohnzimmer gegangen bin und ein bisschen Fernsehen geschaut habe.

Dann ist er zum Glück aufgestanden, sagte „Milch“ und „Bett“ und ich habe innerlich eine kleine Party gefeiert. Natürlich bin auch ich sofort nochmal aufgestanden, habe die Milch fertig gemacht und ihn ins Bett gebracht. Die restliche 4 Stunden Nacht habe ich dann auf dem Sofa verbracht.

Allein. Ohne irgendwelche zuckenden Füße. Herrlich! Und das ist einer der Gründe, warum wir absolut keine Menschen für ein Familienbett wären. Denn wenn wir mal alle zusammen im Bett sind, dann kann nur einer von uns dreien schlafen. Und das ist der Papa. Der kann das nämlich immer!

Geschrieben von Hanna

Ich bin Hanna, 28 Jahre jung. Gebürtig komme ich aus einer kleinen Stadt in Schleswig-Holstein. Mittlerweile lebe ich mit meinem Mann und unseren zwei Söhnen im Münsterland.

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