[green_box]Nachdem ich dann mal gestern gefühlt den ganzen Tag im Hintergrund mit dem Blog verbracht hatte, weil ich nicht mehr in den Admin-Bereich kam und so doof war und die Upload-Geschwindigkeit beim FileZila rauszunehmen, könnt ihr doch noch heute diesen wundervollen Beitrag lesen und hören. Und da es kein schönes Foto von Noah aus den letzten Tagen gibt und ich einfach jedes Mal vergesse eines vor dem Kindergarten zu machen, gibt’s wieder eins von mir. Menno![/green_box]

Nachdem ich vor ein paar Wochen von David, der Teil vom IchBinDeinVater-Blog ist, einen Artikel über Kindergarten etc. gelesen habe, habe ich fast gekotzt!  Mal ehrlich, er berichtete von einem anderen Artikel unter dem unter anderem Sachen standen, wie Mütter, die ihre Kinder abgeben seien Rabenmütter. Ich konnte gar nicht glauben, dass man so etwas tatsächlich auch ins Gesicht gesagt bekommt. Und ich kann euch sagen: Mir ist es passiert! Ich dachte ich fall vom Stuhl…

Noah geht nun seit einer Woche in den Kindergarten. Für 35-Stunden. Und ja, er geht auch an den Tagen in den Kindergarten, an denen ich nicht arbeiten gehe (ich gehe ja „nur“ zwei mal die Woche jeweils 5 Stunden arbeiten). Warum? Aus dem einfachen Grund, dass er sich dort einleben muss. Zum anderen, weil wir früher oder später eh öfter mal drauf angewiesen sind, dass er mal hin muss. Und dann gibt es da noch den folgenden: Wir zahlen dafür!

Gleich am ersten Tag konnte ich schon direkt gehen. Ich war knapp eine Stunde da und habe unter anderem den Erzieherinnen gezeigt, wie man mit Stoffwindeln wickelt. Dass es genauso wie normale Windeln funktioniert, dass ist denen jetzt auch bewusst. Und nachdem wir unsere Sachen dort eingeräumt und deponiert haben, haben wir darüber gesprochen, wie das denn sonst immer so ist, wenn Noah mal woanders ist. Da das noch nie ein Problem war, durfte ich dann auch gehen, wenn ich wollte. Also erstmal los zur Bäckerei des Vertrauens, Kaffe und Brötchen verputzt und ab 9 Uhr konnte ich endlich(!) los zum Einkaufen.

Um 14:15 Uhr konnte ich Noah dann wieder abholen und alles war bestens. Direkt am ersten Tag wurde ich schon schief angeguckt und gefragt, wie ich mein Kind denn einfach da lassen könne. Und andere fragten mich, ob ich Noah gegenüber denn kein schlechtes Gewissen hätte. Andere fingen mich unterwegs ab und haben sich Sorgen gemacht und mussten mich gleich ausquetschen, wo Noah denn wäre und ob denn auch alles Okay sei und er gesund ist. Hat mir ja schon fast Angst gemacht…

Alle Tage war Noah im Kindergarten lieb. Hat da seine Nickerchen gemacht, gespielt, gelacht, gegessen. Wurde mit Stoffwindeln gewickelt. Und kam jeden einzelnen Tag sehr gut gelaunt wieder nach Hause. Da war es auch egal, wie schrecklich die Nacht war – und wir hatten sehr bescheidene Nächte dazwischen, da zur Zeit wieder Zähne zu kommen scheinen. Das hatte mich immer ein wenig gewundert, denn ich hatte den ganzen Tag über immer damit gerechnet, dass ich gleich angerufen werde, dass ich Noah vielleicht doch lieber wieder abholen sollte.

Um nochmal auf die Kommentare und auch auf den Beitrag von David zurück zu kehren: Ich fühle mich nicht als Rabenmutter und ich habe absolut kein schlechtes Gewissen, gegenüber meines Kindes. Ganz im Gegenteil! Ich habe das Gefühl, dass es Noah gut tut. Den Kontakt und Umgang mit den anderen Kindern, auch, wenn diese älter sind. Und mir tut es auch gut. Ich kann in Ruhe zum Bäcker. In Ruhe einkaufen und auch mal was für mich machen. In Ruhe heißt dabei einfach ohne Unterbrechung. Und nein, ich habe auch kein schlechtes Gewissen, einfach dadurch, dass ich jetzt die arbeiten wie Haushalt etc. an einem Stück erledigen kann – wenn Noah im Kindergarten ist. Und wenn er da ist, dann habe ich ausschließlich Zeit für ihn und er muss sie sich dann nicht mit dem Haushalt teilen.

Als Programmiererin würde ich es wie folgt ausdrücken: Es ist eine Clusterung meiner Zeit, die ich mit etwas verbringe. Also wieso sollte ich dann ein schlechtes Gewissen haben? Und wieso sollte ich eine Rabenmutter sein? Dadurch, dass Noah in den Kindergarten geht, ist es uns möglich, dass wir die Zeit danach zu zweit oder mit mehreren intensiv genießen können. Und somit würde ich niemals sagen, dass ich jetzt, wo er dorthin geht, weniger Zeit mit meinem Kind verbringe…

Hanna
Author

Mama Hanna (27 Jahre jung) kommt gebürtig aus einer kleinen Stadt mitten in Schleswig-Holstein. Seit 2011 wohnt sie mit ihrem Mann (2016) im Münsterland. Der gemeinsame Sohn kam 2014 auf die Welt und machte sie zur Familie. Ende 2018 gibt es weiteren Nachwuchs.

2 Comments

  1. Hey :) bin gerade durch deinen Kommentar hier gelandet.. sehr sympathisch :)
    puh, das Thema Kindergarten.. ich kann da bisher nur aus Erzieherinnensicht schreiben, weil unser Kobold ja noch nicht in den Kindergarten geht… das Thema spaltet auf jeden Fall das Land. Eigentlich muss man sich doch immer rechtfertigen, ob das Kind nun zuhause ist, oder im Kindergarten.. ich sage den Mamas immer.. wenn du dich wohlfühlst und deine eigene Entscheidung getroffen hast, ist sie richtig. Richtig für das Kind. Richtig für die Mama. Lass die Leute bloß reden..
    dein Stoffwindelbericht ist spannend.. ich hab mich leider noch nicht ran getraut an das Thema.. aber ich glaube auch, dass mein Mann (huch wie sich das anhört :D) da nicht mitspielen würde. Schade eigentlich. ich verfolge deine Berichte mal weiter..
    ach und Noah ist übrigens ein seeehr tolle Name.. schon fest eingeplant, falls das zweite ein Junge wird ;-)
    Liebe Grüße an dich..

    • Hanna
      Hanna Reply

      Ich versteh‘ einfach immer wieder nicht, wieso sich andere Menschen bei solchen Entscheidungen mit einklinken wollen – es zumindest versuchen. Ich schreibe doch anderen Leuten auch nicht vor, wie die mit ihrem Hund umzugehen haben. Warum ist das Thema Baby bzw. Kind allgemein so relevant, dass da jeder meint mitreden zu müssen? Ich find das gut so. Und habe auch eigentlich gar keine Lust mich zu rechtfertigen. Ich denke nicht, dass es ihm Schadet und bin jeden einzelnen Tag immer wieder froh, dass wir es so machen. Nicht, weil wir es müssen, sondern, weil wir es können.
      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße auch zurück!

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