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Familie Gedanken Rückblick

„Hör‘ darauf, was dein Bauch dir sagt!“

11. April 2017
Schwangerbauch

Ich bin letztens Bus gefahren und musste bei einer Situation echt den Kopf schütteln. Da war eine junge Frau, die offensichtlich bald Mama wird. Und schon in dieser Phase hat sie Bekanntschaft damit gemacht, dass Kinder alle Menschen bewegen: Sie hat Tipps von anderen Damen bekommen. Die sie nicht kannten. Einfach so im Bus.

Dein Bauchgefühl!

Die ist für die eine Frau, die bald Mama wird. Und an mein früheres ich! Denn könnte ich jetzt nochmal in der Zeit zurück gehen, dann würde ich mir einen ganz wichtigen Rat geben: „Hör‘ darauf, was dein Bauch dir sagt!“

In meiner Schwangerschaft damals bin ich nicht zum Geburtsvorbereitungskurs gegangen. Das hatte nichts damit zu tun, dass ich jung war und nicht daran dachte. Das hatte einfach was damit zu tun, dass es für mich gar nicht wirklich möglich war. Ich war zwischendurch immer wieder in einer ganz anderen Stadt – 3 Stunden von zuhause entfernt – und habe dort studiert. Außerdem gab es einen zweiten Grund: Ich hatte gar nicht das Bedürfnis danach. Ich wusste innerlich schon, dass alles gut gehen wird.

In der Ausbildung Schwanger?

Ich habe zwar gegoogelt. Aber das hatte mehr mit meiner Situation zu tun. Denn ich war im Dualen Studium schwanger geworden und wusste gar nicht, was für Rechte ich hatte. Dazu fand ich aber auch wenig Informationen. Ich hatte gar nicht danach gegoogelt, ob dieses eine Ziepen gesund war oder eben nicht. Ich wusste innerlich, dass es mir und meinem Baby gut geht.

Alles ohne Hebamme?

Vor der Geburt habe ich mir auch keine Hebamme gesucht. Ich hatte gar nicht das Bedürfnis danach. Und im Krankenhaus habe ich nicht darauf gewartet, dass man mir gezeigt hat, wie ich mein Sohn wickeln muss. Ich hab es einfach gemacht, als er die Windeln voll hatte. Genauso, wie ich es früher bei den Babysitterkindern gemacht hatte. Ich habe es gar nicht verstanden, warum die Ärzte mich anmeckerten, dass sie mir das zeigen müssten. Genauso ging das auch mit dem Stillen. Ich habe einfach gemacht. Dann wollte mein Sohn aber nicht trinken. Da er ja aber „musste“ – hat man mir ein Stillhütchen gegeben. Das hat lange gedauert, bis wir das nicht mehr brauchten. Denn einmal dran gewöhnt, war es ohne ja doof.

Nach 3 Besuchen war sie weg!

Da wir keine Hebamme hatten, hatte das Krankenhaus uns aber nicht entlassen. Also haben wir noch eine gesucht. Die kam auch. Ganze 3 mal – danach ist sie nie wieder gekommen. Denn schon beim ersten treffen waren wir uns nicht grün. Ich habe einfach aus meinem Bauchgefühl gehandelt. Bei ihr musste alles nach Plan und Uhrzeit laufen. Das war gut, dass ich sie schnell wieder weggeschickt hatte.

Dann war mein Bauchgefühl weg…

Und danach habe ich mein Bauchgefühl verloren. Oder eher gesagt: Ich habe zu sehr darauf gehört, was andere gesagt haben. Und mehr darauf geachtet, was andere von mir erwartet haben. Bei einem zweiten Kind würde ich einige Dinge anders machen. Denn ich bin der Meinung: Wir wissen alle so viel mehr, als wir zulassen. Die Natur ist gar nicht so dumm. Und unsere Intuition sagt uns schon, was gut ist. Was für uns gut ist. Und vor allem, was das Baby braucht.

Ein Ratschlag sollte…

Ratschläge sind okay, wenn man danach fragt. Gerne kann man auch Rat geben. Aber sie sollten niemals belehrend sein. Sie sollten nicht aufgezwungen werden. Und vor allem sollten die Eltern trotzdem selbst entscheiden können, ob sie den Rat annehmen oder nicht. Es ist egal, wie eine Mama etwas macht. Das was zählt ist am ende, dass es ihr und dem Baby damit gut geht. Und das Bauchgefühl würde niemals zu etwas raten, was beiden schadet! Denn: Die Natur ist oftmals viel schlauer, als wir selbst.

Welchen Ratschlag würdet ihr euch geben, wenn ihr nochmal zurückreisen könntet? 

  • Reply
    Biene
    12. April 2017 at 10:44

    Es ist schwierig auf diese Frage eine Antwort zu finden.
    Ich glaube aber ich würde versuchen gelassener zu sein (nicht mehr so aufgeregt, wenn ich in der Öffentlichkeit stillen muss; nicht mehr so in Panik zu verfallen, wenn das Kind weint und man nicht gleich rausfindet was los ist :-)…)

    Ich bin auch so ein Typ der sich bequatschen lässt, also grade von Hebammen und Ärzten, aber bei anderen Mamis, habe ich abgewogen – klingt es für mich richtig, oder halte ich es für Quatsch und vertraue auf mein Bauchgefühl und das was Ärzte mir sagen.
    Aber es ist halt immer nicht ganz einfach…
    Es gibt aber auch viele Dinge, die ich genau so wieder machen würde!

  • Reply
    Eva aus Sockenbergen
    12. April 2017 at 19:16

    Ich würde den gleichen Ratschlag geben und an mich: Ruhig mal den Mund aufmachen, wenn ich einer anderen Meinung bin.
    Ich könnte jetzt auch alles genauso wie du es beschrieben hast unterschreiben: jung, kein Vorbereitungskurs, keine Krankenhausbesichtigung, nur als Nachfolger hatten wir eine super Hebamme bei allen dreien. Die uns in unserer Weise unterstützt hat.
    Und auch heute hören wir auf unser Bauchgefühl, nur haben wir gelernt es auch deutlicher nach außen zu kommunizieren. Das passt nicht jedem, aber wir leben bisher gut damit.

    • Reply
      Hanna
      12. April 2017 at 20:53

      Ich glaube ich weiß, was du meinst.
      Hast du denn vor euren Kindern den Mund aufgemacht und hast deine Meinung gesagt? Das würde mich ja mal interessieren.

      Weil ich habe z.B. oft meine Meinung gesagt und wenig drauf gegeben, was andere von mir halten oder über mich denken. Und dann wurde ich Mutter. Zumindest fühlt sich das so an, wenn ich zurück blicke. Aber das liegt bei mir auch eng mit den Umzug ins Münsterland zusammen. Und hier sind die Menschen doch schon anders, als in Schleswig-Holstein. Vielleicht ist das auch einfach eine Anpassung. Ich weiß auch nicht. Hätte, hätte Fahrradkette :D

      • Reply
        Eva aus Sockenbergen
        13. April 2017 at 12:19

        Nee, eigentlich war ich daher eher schüchtern und zurückgezogen. Glaubt mir heute keiner mehr *lach* Man verändert sich ja auch und auch heute rede ich zwar viel und sage auch meine Meinung, aber doch immer noch etwas angepasst. Vorher bilde ich mir i. d. R. eine ausgewogenes Bild, denke viel darüber nach und wäge ab, bevor ich dann meine Meinung kundgebe.
        Für mich habe ich einen Weg gefunden momentan. Vielleicht ändert sich das aber auch wieder.
        In Bezug auf die Kinder bin ich mir immer sicherer und durch das Studium habe ich einen guten Background. Das gibt mir Sicherheit und andere nehmen mich ernster. Ich bin halt auch nicht mehr 20 und mit Mitte 30 nehmen einen Ärzte, Erzieher, Lehrer etc ernster und stempeln einen nicht mehr als junges Ding ab (meine Erfahrung). Und das ist der Punkt, an dem ich heute ansetzen und öfter meine Meinung sage, allerdings muss ich dazulegen, dass ich mir stets Argumente für und dagegen im Vorfeld überlege, um argumentieren zu können. Bisher klappt das ganz gut und die Strategie scheint aufzugehen. Motto: ich will ernst genommen werden, deshalb nehme ich meinen Gesprächspartner auch ernst.

        Hach, schon wieder so ein langer Kommentar. Wir sollten drüber quatschen, ist einfacher ;) So aber transparenter.

  • Reply
    Jenny
    13. April 2017 at 23:15

    Ich hatte erst nur deine Frage bei Instagram gelesen und sofort gedacht „Höre auf dein Bauchgefühl“… da stimme ich dir also pberein ????

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