„Ja, ich bin eine Karriere-Mutti“

Veröffentlicht am

25. September 2015

Geschrieben von

Hanna

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Ich mag den Ausdruck Karriere-Mutti nicht. Aber da es manche Menschen gibt, die es so ausdrücken. Ich würde ja eher sagen: „Ich bin eine Mutti, die sich auch beruflich weiterentwickeln möchte.“

Ich bin quasi gerade erst aus Hamburg wieder da. Die, die mir auch auf Facebook folgen, die wissen das vermutlich. Denn ich war mal wieder eine Woche unterwegs. Beruflich. Und weil man im Zug ja nichts weiter zu tun hat, schreibt man Blogbeiträge. Das bedeutet: Wenn dieser Beitrag online geht, dann bin ich nicht am Laptop, sondern verbringe die Zeit ganz intensiv mit meinen Sohn. Mama-Kind Zeit.

Bella von Familieberlin ist zur Zeit ebenfalls unterwegs und hat folgenden Tweet geschrieben, worauf ich geantwortet habe:

Klar ist es hart zwischendurch eine ganze Woche weg zu sein. Ganz besonders dann, wenn das Kind auch noch krank wird. Immerhin lasse ich den Papa in dieser Situation ganz allein. Aber ich bin mir sicher: Der schafft das schon! Er ist immerhin der Papa!

Und was mir auch hilft weg zu sein: Unser Sohn freut sich immer, wenn er mit mir telefonieren kann. Dann plappert er los und erzählt und erzählt. Ich habe zwar noch keine Ahnung, was er mir da alles erzählt, aber das kommt schon noch. Ich habe ihm zum Beispiel auch ein Buch vorgelesen. Obwohl zwischen uns knappe 400 km waren.

Diese ganzen Reisen beruflich sind nicht zwingend. Ich habe es mir selbst ausgesucht, dass ich zur Zeit viel unterwegs bin. Hätte ich das anders gewollt, dann hätte ich das auch anders geregelt. Zum Beispiel hätte ich auch reagieren können und die ganzen Termine mehr auseinander reißen können. Aber da habe ich mich bewusst gegen entschieden.

  1. Funktioniert es bei uns. Mir geht es mit dem Vorgehen gut. Dem Kind geht es gut – immerhin verhält er sich total normal. Kein weinen am Telefon. Kein rumgezicke beim Papa. Und einfach Freude, wenn ich wieder da bin.
  2. Kann ich durch das vorgehen einfach viel effektiver arbeiten. Denn ich brauch mich nicht mehr alleine oder mit Hilfe von Kollegen durchwuseln, sondern bekomme Themen von einem Fachmann genau erklärt, kann alle doofen Fragen stellen, die ich so habe und lerne auch anhand von Übungen.
  3. Dadurch, dass ich effektiver arbeiten kann, kann ich auch einfach viel mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen. Bin weniger gefrustet, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, weil es (hoffentlich!) einfach so funktioniert, wie es soll und ich keine 4 Wochen am gleichen Problem hängen bleibe. Dadurch kann sich die intensive Kinder-Zeit nur verbessern.
  4. Der Vorteil, dass ich die Termine noch so relativ dicht aneinander gelegt habe ist, dass ich nächstes Jahr einfach viel, viel weniger unterwegs sein werde. Mit der Aussicht finde ich es vollkommen okay, dass ich jetzt, in den letzten 8 Wochen 16 Tage weg war.

Und aus den Gründen lasse ich mir in dem Punkt rein gar nichts sagen. Und die, die es nicht verstehen wollen, die brauchen das auch nicht zu verstehen. Nur weil dieser Weg für uns der richtige ist, brauch er nicht der richtige für andere zu sein.

Geschrieben von Hanna

Ich bin Hanna, 28 Jahre jung. Gebürtig komme ich aus einer kleinen Stadt in Schleswig-Holstein. Mittlerweile lebe ich mit meinem Mann und unseren zwei Söhnen im Münsterland.

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