Im Moment bin ich viel unterwegs. So, dass ich selbst für meine wichtigste Priorität kaum Zeit habe: Mein Kind. Wieso, weshalb warum? Weil ich viel unterwegs bin, wegen meinem Studium. Hier mal eine Momentan typische Woche…

Ich fühle mich schlecht. Im Moment bin ich viel Unterwegs. Allein letzte Woche sah es bei mir so aus:
Montag früh bin ich zur Arbeit gefahren, weil ich noch ein paar Aufgaben fertig haben wollte, bevor ich in meinen Urlaub starte. Dann bin ich mittags weiter zur Hochschule gefahren. Von Montag auf Dienstag war ich dann gar nicht zuhause. Am Dienstag bin ich um 17:15 Uhr Richtung Heimat – zurück zu Mann und Kind – aufgebrochen. War dann auch gegen 20:00 Uhr zuhause. Fußballtraining wäre normalerweise ab 19 Uhr gewesen. Lohnte sich also nicht mehr.

Am Mittwoch war ich zuhause. Bin Donnerstag früh losgefahren und habe Noah um 7:12 Uhr zum Kindergarten gebracht. Obwohl dieser erst um 7:15 Uhr aufmacht durfte ich ihn schon da lassen. Habe mich dann mal wieder aufgemacht Richtung Hochschule. Um 13 Uhr hatte ich dort Schluss. Da aber am morgen bei Bünde zwei LKW’s ineinander gekracht sind, hat mich das Navi über Dortmund geschickt. Ein Umweg von etwa einer Stunde. Aber gut, sollte immer noch schneller zuhause sein, als über den üblichen weg. Im Endeffekt war ich etwa um 19 Uhr zuhause. Fußballtraining? Ja klar. Schnell umziehen und auf gehts. Da habe ich dann auch gemerkt, dass ein Joghurt und eine Milchschnitte nicht gerade viel ist am ganzen Tag.

Wieder zuhause bin ich sofort Tod ins Bett gefallen. Am Freitag und Samstag war ich zuhause. Fast allein. Der Mann nahm das Kind am Samstag früh mit zu seiner zukünftigen Patentante, dort hat er bis Sonntag geschlafen, weil ich Sonntag ein Fußballspiel hatte und der Mann zum Feiern nach Aachen eingeladen war und sich am Samstag dorthin auf dem Weg machte.

Sonntag. Ein Fußballspiel. Wieder zuhause war ich allein. Bis der Mann mit dem Kind gegen 17 Uhr wieder hier war. Bis 20:30 Uhr hatten wir Familienzeit. Ganze 3,5 Stunden – womöglich die meiste Zeit der ganzen Woche am Stück. Wobei das Kind schon um 18 Uhr im Bett verschwunden war. Und nach 20:30 Uhr? Machte ich mich wieder auf dem Weg zur Hochschule…

Insgesamt habe ich diese Woche ganze 19 Stunden im Auto verbracht. Im Vergleich habe ich nur ich weitaus weniger Zeit mit meinem Kind verbracht. Also bitte, stellt euch mal nicht so an, wenn man nicht sofort antwortet. Wenn man von doofen Fragen genervt ist. Wenn man generell vielleicht etwas gereizt ist. Wenn ich überreagiert habe, habe ich mich auch wieder dafür entschuldigt. Und dann ist doch auch mal gut!

Im Moment habe ich halt wenig Zeit. Und die Zeit, die ich habe, die verbringe ich lieber im Kreise meiner eigenen Familie, als das ich sie woanders verbringe. Oder damit verbringe darüber groß nachzudenken, wer jetzt schon wieder von mir enttäuscht ist. Denn dazu habe ich einfach keine Zeit! Aber es macht mich traurig, dass man anscheinend nicht einmal auf eine Entschuldigung reagieren kann…

Hanna
Author

Mama Hanna (27 Jahre jung) kommt gebürtig aus einer kleinen Stadt mitten in Schleswig-Holstein. Seit 2011 wohnt sie mit ihrem Mann (2016) im Münsterland. Der gemeinsame Sohn kam 2014 auf die Welt und machte sie zur Familie. Ende 2018 gibt es weiteren Nachwuchs.

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