Am Dienstag habe ich mir mal aufgeschrieben, wann ich wie so mein Handy benutze. Denn Mama on the Rocks hat eine – wie ich finde – spannende Blogparade gestartet, die da lautet: #MyDigitalDay. Angefixt von ihren Kindern, die doch sagen „Mama, du bist auch so viel am Handy/ Laptop/ Tablet“ (oder so ähnlich) – wollte sie mal nachschauen, wie viel das nun wirklich ist. Bei Scoyo, die übrigens Partner dieser Blogparade sind, gibt es dazu auch einen tollen Beitrag.

Um 7:15 Uhr bin ich aufgestanden. Ganz schön spät! Aber heute ist kein Duschtag. Geweckt hat mich der Herr des Hauses und mein stummer Wecker meiner Fitbit. Also ich würde es ja jetzt nicht wirklich zählen, aber tun wir mal so als ob. Denn digital ist sie ja nunmal.

Um 7:30 Uhr etwa sind wir aus dem Haus. Das Kind bringen wir heute gemeinsam in den Kindergarten. Bisher noch kein einziger Blick auf das Handy. Yeah! Nach dem Abliefern des Kindes und ein Gesprächsthema mit dem Herrn im Auto dann um 7:50 Uhr der erste Blick. Einmal alle Kanäle checken. Zuerst WhatsApp Dann folgen Facebook Seiten, Facebook, Twitter und Instagram. Oh YouTube habe ich vergessen! Zum Schluss einmal die Mails abchecken.

Um 8:30 Uhr sind wir auf der Arbeit. Erstmal Frühstücken. Und arbeiten! Bis zum Neustart meines PCs habe ich nicht wieder auf mein Handy geschaut. Wegen Windows-Updates dauert das Hochfahren länger. Also einmal auf allen oben genannten Kanälen checken, was abgeht. Um 10:45 Uhr. 5 Minuten. Nichts wichtiges, auf das sofort reagiert werden muss.

Nach dem Mittagessen um 13:15 Uhr nochmal ein Blick durch alle Kanäle. Wieder 5 Minuten und wieder nichts wichtiges, auf das man antworten sollte. Um 14:20 Uhr dann ein Einbruch der Konzentration nach einem Termin. Also einmal Gedanken schweifen lassen und einen Blick zu Twitter werfen. Einmal auf das erste in der Timeline antworten. Dann ein paar mal hin und her. Nach 5 Minuten auch schon wieder vorbei.

Um 16:00 Uhr machen wir Feierabend. Nachdem wir bei einem Arbeitskollegen noch Sachen abgeladen haben und einem intensiven Gespräch mit dem Herrn über Arbeitssachen, der nächste Blick durch alle Kanäle um 16:30 Uhr. Um 17 Uhr hat der Herr ein Arzttermin. Ich beherrsche mich und schreibe von ihm diktierte Sätze in seinen WhatsApp Gespräch. Sekretärin kann ich auch!

17:50 Uhr holen wir den Sohn von der Nachbarstochter ab. Alle sind gut gelaunt und essen Obst aus dem Garten. Zuhause angekommen wird noch geschnackt. Mit neuem Spielzeug gespielt. Bücher gelesen. Das erste mal in die Toilette gemacht. Gegessen und gekuschelt und ins Bett gebracht.

Um 20:00 Uhr ist „Kinder-freie-Zeit“. Der Herr macht noch Krams am Laptop. Ich mach Krams am Laptop. Hier beginnt wieder mein digitaler Alltag. Mittlerweile schon eine halbe Stunde. Nachgucken, was noch so passiert ist. Den Blogbeitrag schreiben. Für morgen planen. Genauso wie die Social Media Einträge auf Facebook. Und auf die ganzen Nachrichten von dem tag reagieren, die nicht so wichtig waren. Ich schätze das dauert noch eine halbe Stunde. Maximal eine. Dann ist unser Essen fertig.

 

Unter dem Strich kann ich festhalten: Vor dem Kind habe ich das Handy nur in der Hand um zwischendurch Fotos beim Spielen zu machen. Einmal kurz habe ich mit der Oma telefoniert (das fehlt in der Auflistung!). Sonst ist Kinder-Zeit bei uns definitiv Kinderzeit. Auf der Arbeit gucke ich auch selten nach. Ein Grund dafür ist auch, dass mein Handy grundsätzlich auf Lautlos gestellt ist. Was nicht wichtig ist, kann bis abends warten.

Ich weiß aber auch: Wenn ich unterwegs bin, dann sieht das anders aus. Dann guck ich öfter aufs Handy. Auch mit Kind. Da ich auf der Arbeit mein handy auf Stumm habe und in einen Modus gehe, wo ich kaum noch Benachrichtigt werde, bekomme ich es einfach nicht mit. Und das ist an dieser Stelle auch gut so! Ehrlich gesagt passiert es auch öfter mal, dass ich mein Handy einfach vergesse mitzunehmen…

 

Nachtrag: Dank Papapelz habe ich dann doch noch etwas Zeit am Laptop verbracht und für mich ein Rätsel, welches ich seit JAHREN hatte gelost. DANKE!

Author

Mama Hanna (25Jahre jung) kommt gebürtig aus einer kleinen Stadt mitten in Schleswig-Holstein. Seit 2011 wohnt sie mit ihrem Mann (2016) im Münsterland. Der gemeinsame Sohn kam 2014 auf die Welt und machte sie zur Familie.

4 Comments

  1. Gerade in den letzten Tagen wäre mein digital day wirklich ein digital day geworden. Ich kenne hier noch niemanden, deswegen ist es einfach schwierig auf seine 1000 Wörter pro Tag zu kommen, wenn ich sie nicht digital mit meiner Heimat kommunizieren kann…

  2. Hallo Hanna, über diesen Satz bin ich gestolpert: „Sonst ist Kinder-Zeit bei uns definitiv Kinderzeit.“ Ich habe den Eindruck, das ist bei euch noch eine schöne Ausnahme, der wir definitiv nacheifern möchten! :-)
    Das heißt nicht, dass wir bei Kindern vollkommen gegen die Nutzung von digitalen Medien sind. Nur gerät alles andere so schnell in den Hintergrund. Ohne dass wir es noch richtig merken…
    Viele Grüße vom Insider Dad Andreas!

  3. Danke für deinen Post zur Blogparade. Toll, wie Du das trennen kannst – Medien und Kind <3 Da komme ich mir manchmal wie ein Suchtie vor, immer das Smartphone zur Hand…

    LG
    Séverine

    • Hanna Reply

      Danke dir! Bei uns ist die klare Trennung allerdings nur im Alltag gegeben. Sobald wir Urlaub haben, sieht das auch schon wieder etwas anders aus :D

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