Wenn man mitten in der Ausbildung steckt und feststellt, dass man schwanger ist, ist es oftmals nur eines: Ein riesen Schock! Was ist nun? Was soll ich machen? Was muss ich tun? Es schwirren einem tausend Fragen durch den Kopf. Wie es speziell bei mir war, könnt ihr in Zukunft in einer kleinen Serie an Beiträgen lesen…

Heute wollte ich euch den Plan genauer zeigen, den ich mir damals gemacht habe und nachdem wir uns heute richten. Besonders am Anfang und vor der Geburt war er sehr wichtig, weil ich mir dort alle möglichen Fristen eingetragen hatte. Jetzt, nachdem der Kleine auf der Welt ist, schauen wir kaum mehr drauf. Lediglich jetzt zum Ende des Jahres habe ich ihn nochmal ausgekramt, weil ich meinen Urlaub noch verplanen musste und ich dies so immer einfacher finde.

Ich habe die einzelnen Fristen für mich herausgenommen und den Plan etwas grober gefasst. Im Grunde ist er total simpel und zeigt, von wann bis wann ich zum Beispiel im Mutterschutz bin. Da damals noch nicht klar war, bis wann ich Elternzeit nehmen muss, ist ab August das Datum markiert. Den Plan in Elternzeit zu arbeiten hatte ich schon früh und wollte dies durchsetzen.

Heute sind wir im Ende von November und ich kann nur sagen, dass bisher alles nach Plan gelaufen ist. Manche Dinge habe ich zuvor nicht ganz so Bedacht, wie meinen Urlaub, weswegen ich ganz lange frei haben werde, bevor ich im Februar wieder in die Uni gehen darf. Inwiefern Mathias wie und wann in Elternzeit geht, damit haben wir uns noch nicht genauer auseinander gesetzt.

Im April und Mai werde ich meine Bachelorarbeit schreiben dürfen und um Juni wird die Prüfung sein. Da bei uns die Semester bis Juli gehen, werde ich auch bis Juli Azubi bzw. dualer Student sein. Da hört der Plan auf, denn dann bin ich nicht mehr in der Ausbildung.

Author

Mama Hanna (25Jahre jung) kommt gebürtig aus einer kleinen Stadt mitten in Schleswig-Holstein. Seit 2011 wohnt sie mit ihrem Mann (2016) im Münsterland. Der gemeinsame Sohn kam 2014 auf die Welt und machte sie zur Familie.

14 Comments

  1. d.h. das du seid August in elternzeit arbeitest, lese ich den plan soweit richtig?
    und bis ende Juli wirklich in Elternzeit daheim warst?
    wieviel arbeitest du da eigentlich? schon wieder Vollzeit?

    Wie lange hast du dann wirklich Urlaub im Dezember?

    • Genau, ich arbeite seit August 10 Stunden die Woche und bis Juli war ich „Vollzeit“ in Elternzeit.
      Ich habe diesen Monat im Grunde komplett frei. Habe jedoch das Glück zwischendurch zur Uni fahren zu können. Ich muss nämlich noch Leistungsnachweise nachholen und habe die Möglichkeit Vorlesungen zu dem Thema zu besuchen. Die Zeit, die ich in der Uni bin, die bekomme ich jedoch auch gutgeschrieben. Ich habe zum Teil sogar noch Urlaubstage aus 2013, zusätzlich habe ich gemerkt, dass 10 Stunden echt verdammt wenig sind zum arbeiten und habe zwischendurch doch mal mehr gearbeitet.
      So nebenbei: Ich hätte in Elternzeit gar nicht Vollzeit arbeiten gehen können, da der Gesetzgeber besagt, dass maximal 30 Stunden gearbeitet werden darf. Das genaue Gesetz ist Abschnitt 4 § 15 (4) BEEG.

  2. gut, ich bin aus Österreich, bei uns ist das etwas anders geregelt, bei uns hängt das arbeiten in elternzeit nicht an den stunden sondern an der zuverdienstgrenze zum elterngeld ;)

    wir haben z.b. auch vor der Geburt 8 Wochen Mutterschutz und da auch ein absolutes beschäftigungsverbot, wir dürften also auch gar nicht arbeiten, selbst wenn wir wollten.
    bei euch ist das glaub ich der Arbeitnehmerin überlassen, wielange sie wirklich arbeiten will.
    Wie lange hast du gerarbeitet? warum hast du deinen Urlaub nicht vorher aufgebraucht?

    ich werde meine Urlaubstage eher vorm Mutterschutz noch aufbrauchen und früher aus der Firma gehen.. wenn ich mir nicht überhaupt ein Berufsverbot holen werde (10 SSW), da mein Job etwas gefährlich werden kann

    • Ja, bei uns ist das anders.

      Ich bin normal in Mutterschutz gegangen. Also zu dem Zeitpunkt, als man konnte. Hatte meinen Urlaub genau davor geplant, wurde jedoch vorher noch krankgeschrieben, weswegen die Urlaubstage nicht aufgebraucht waren.

  3. ach so, ach so na klar… danke für die info :)
    komplett daheim warst du ja nicht lange- ein halbes jahr ca?
    und von der uni hast du das Wintersemester verpasst, oder hast du das noch geschaft?
    Sorry, das ich so genau frag, ich überlege, in der Karenz zum Bachelor noch nen Master anzuhängen und überlege, ob ich das schaffe mit Kind ;)

    • Kein Problem, frag ruhig!
      Das stimmt – als ich wieder arbeiten gegangen bin, war der Kleine erst 5 Monate und 3 Wochen alt.
      Mein 5. Semester habe ich ganz normal mitgemacht, das ging bei uns mit der Uniphase von September bis Oktober. Lediglich das 6. Semester habe ich nicht mitgemacht, da dies vom Februar bis März ging.

      Also ich kann nur sagen, dass das von Kind zu Kind unterschiedlich ist. Wir haben mit unserem Sohn ein recht entspanntes Kind, was total „pflegeleicht“ ist und zum Beispiel schnell durchgeschlafen hat. Allein aus der Erfahrung her würde ich mich beim zweiten Kind schon überlegen den Master in Elternzeit zu machen. Einfach, weil ich mich schon ärgern würde, wenn auch das nächste so „einfach“ wird…

  4. d.h. das 5 Semester hast du doppelt gemacht, im herbst 2013 schwangerer schon und dann jetzt mit Kind auch nochmal?
    da ja der Herbst- uniblock im Kalender eingezeichnet ist?

    oder hast du im Herbst 2013 nichts gemacht und dafür jetzt dann beide Semester?

    dachte, du hast ein ganzes Jahr ausgesetzt?
    wie hättest du es in Plan A (nur ein halbes Jahr aussetzten) machen wollen?

  5. was ich mich noch frage, wenn du jetzt nur 10 h arbeitest, wie ist denn das dann in der Ausbildung? wird dass denn anerkannt? du bist ja noch Azubi?
    wobei, eigentlich wärst du ja schon fertig, du hättest ja im April/Mai Bachelorarbeit geschrieben, das hat sich jetzt alles nur um ein jahr verzögert, dh. deine Lehrjahre sind fertig, oder versteh ich da was falsch?

    • Im Grunde mache ich das 5. doppelt, ja. Aber ich musste jetzt beim 2. mal nicht in die Uni. Das was ich jetzt mache ist freiwillig. Der Block war mit eingezeichnet, weil damals noch nicht klar war, wie lange ich Elternzeit nehmen muss und ob ich die Unizeit freigestellt bin vom arbeiten etc. Aber ich habe alle Klausuren und so ganz regulär mitgeschrieben.

      Bei nur einem halben Jahr hätte ich das 6. Semester im Selbststudium machen müssen, da es an meiner Uni das 6. Semester nur im Februar/ März gibt. Das heißt ich hätte die Skripte und Lehrbuchempfehlungen von den Dozenten bekommen und hätte mir alles selbst beibringen müssen.

      Die 10 Stunden arbeiten sind auch nur freiwillig. Ich wollte für mich einen Übergang haben von gar nicht arbeiten zu Vollzeit. Genauso gut hätte ich auch weiterhin in Elternzeit bleiben können. Von daher ist es egal, ob ich jetzt arbeite oder nicht, mein Ausbildungsvertrag würde um ein Jahr verlängert und das schon im Vorfeld.

      Ich weiß nicht genau, ob du das jetzt verstehst. Also, als klar stand, dass ich ein Jahr verlängere, war der Plan mit „In Elternzeit arbeiten“ noch gar nicht offiziell auf dem Tisch. Es stand nur fest, dass ich ein Jahr verlängere und wurde daher in der Firma um ein Lehrjahr nach unten verschoben. Das ich jetzt in der Elternzeit arbeite hat nur meine persönlichen Vorteile. Erstens, dass ich nicht aus der Arbeit heraus komme und zweitens mir selbst den Übergang schaffe.

  6. ja, danke, ich glaub, ich hab das verstanden. du bist also im sommer 2015 nach 4 jahren Lehre fertig statt im sommer 2014 nach 3 Jahren und hast das letzte Jahr arbeitsmäßig eigentlich pausiert, bis auf die freiwillige Leistung ind er Elternzeit.
    wanns teigst du wieder komplett ein? hast du da schon einen Plan?

    und wie hast du das in der Unizeit mit deinem kleinen gemacht? Hast du ihn mitgenommen 200 km zur Uni und dort auch in die Vorlesungen? oder war er dann daheim bei Papa? und wie hat er das gemacht? da war der kleine ja noch nicht im Kindergarten, oder?

    • Genau.
      Im Januar arbeite ich wieder Vollzeit. Und dann geht der Papa in Elternezeit. Für wie lange weiß er noch nicht genau, aber das muss auch er wissen.

      Noah geht seit dem er etwa 5 Monate ist in den Kindergarten. Zur Zeit von 7:15-14:15 Uhr und es klappt super. Bisher bin ich nur einzelne Tage in der Uni und da ist er entweder mit dem Papa zuhause, bei der Oma, bei der Patentante oder sonst wo. Nächstes Jahr wird ja erstmal der Papa zuhause sein. Sonst geht Noah aber auch ab nächstes Jahr 45h in der Woche in den Kindergarten. Richtig in der Uni bin ich aber erst im Februar 2015.

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