Es ist ein Thema, was mich ein Leben lang begleiten wird. Vielleicht werden die Fragen weniger. Aber sie kommen immer wieder: „Warum bist du so jung Mama geworden?“ und die zweite „Wie siehst du das heute?“

Ich bin jung Mama geworden, das ist richtig. 2013 bin ich schwanger geworden, „damals“ war ich 22 Jahre jung. Steckte mitten in meinem dualen Studium und wusste nicht ein und aus. Mein Freund (heute Mann) und ich haben uns aber für unseren Sohn entschieden und vorweggesagt: Bis heute war dies wohl die beste Entscheidung, die wir treffen konnten.

Ich habe 2014 unseren Sohn zu Welt gebracht. Mein Duales Studium 2015 beendet und arbeite seitdem in der Firma, in der ich 2011 meine Ausbildung begonnen habe. Heute ist unser Sohn schon fast 3 Jahre alt. Geht mittlerweile alleine auf Toilette und versüßt uns unsere Tage mit einem „Mama, weißt du was? – Ich liebe dich!“.

Elternsein ist nicht planbar

Klar ist nicht immer alles rosig und toll und Friede, Freude Eierkuchen. Aber eben immer öfter. Eltern sein bedeutet nicht, dass man nur zuhause rumsitzen muss. Dass man das Kind Punkt 13 Uhr zum Mittagsschlaf hinlegen muss und spätestens um 19 Uhr zuhause ist, damit das Kind spätestens um 20 Uhr schlafen kann. Es gibt Familien und Kinder, die es brauchen. Aber nicht alle.

Wir gehen trotzdem raus und auf Geburtstage von Freunden. Entweder einer von uns. Oder unser Sohn kommt eben einfach mit. Manchmal schläft er auch bei der Oma, keine Frage. Aber im Normalfall ist es mit seine Entscheidung. Und wenn unsere Freunde da etwas gegen hätten, wenn wir Noah mitbringen, dann würden die etwas sagen. Da sind wir uns sicher.

(Ur)Großeltern kennenlernen

Ich finde, dass wir so jung Mama und Papa geworden sind, hat aber noch viel mehr Vorteile: Unser Sohn hat noch die Möglichkeit alle Omas und Opas kennenzulernen. Sogar Tick-Tack Opa und Oma. Er hat die Möglichkeit viel Zeit mit ihnen zu verbringen und kennenzulernen. Abseits, der Geschichten, die wir irgendwann mal erzählen werden. Wer Weiß, wie das ganze gewesen wäre, wenn wir später Eltern geworden wären – klar, kann man das nicht sagen. Aber mein Mann zum Beispiel, der weiß nicht, wie das mit Großeltern ist. Weil er sie nicht mehr kennengelernt hat.

Bindung zu (Ur)Großeltern

Es ist total schön zu sehen, wie Kinder eine Beziehung zu den Großeltern, oder auch Urgroßeltern aufbauen. Wie sie zwischen den Generationen entstehen und wie schnell Kinder den (Ur)Großeltern einfach was beibringen können. Und wie leicht sie es dann verstehen. Als würden (Ur)Großeltern die Sprache ihrer (Ur)Enkel leichter verstehen, als die der eigenen Kinder. Wie sie sich vertrauen und gegenseitig trösten. Es ist eine ganz andere Bindung, als die Kinder zu den eigenen Eltern haben.

Eigene Kindheitserinnerungen verknüpfen

Und weil ich meine Großeltern in meiner Kindheit schon relativ viel um mich herum hatte, finde ich es schön, wenn mein Sohn so eine Zeit auch noch genießen kann. Ich kann mich daran erinnern, wie Oma uns regelmäßig Essen gekocht hat. Wie lecker zum Beispiel die Bratkartoffeln sind – die bekommt keiner so hin. Und es macht mich glücklich, wenn mein Sohn, die Weltbesten Bratkartoffeln auch essen kann. Ich kann mich daran erinnern, wie Opa all unsere Sachen repariert hat. Und wie mein Sohn diese Eigenschaft ebenfalls mit meinem Opa verbindet und ihn fragt, ob er wieder die Kette heile machen kann.

Von Eltern zu Großeltern

Außerdem ist es spannend zu sehen, wie die eigenen Eltern Großeltern werden. Wie sie sich in diese neue Rolle reinversetzen. Wie anders sie doch als Großeltern sind, im Vergleich zur Mama- oder Papa-Rolle. Es ist irgendwie Wahnsinn und lässt mich nur schonmal davon träumen, selbst irgendwann Oma zu sein. Damit ich selbst diese Erfahrungen auch machen darf. Aber erstmal, muss ich noch ganz viel in der Mama-Rolle lernen…

Author

Mama Hanna (27 Jahre jung) kommt gebürtig aus einer kleinen Stadt mitten in Schleswig-Holstein. Seit 2011 wohnt sie mit ihrem Mann (2016) im Münsterland. Der gemeinsame Sohn kam 2014 auf die Welt und machte sie zur Familie. Ende 2018 gibt es weiteren Nachwuchs.

4 Comments

  1. Ich war 29 beim ersten Kind und war da auch erst wirklich reif dafür. Mit 22 war ich noch viel zu sehr selbst Kind. Ich bewundere junge Mütter und erkenne klar den Vorteil darin.

    Viele Grüße
    Alicja Wiktoria

  2. Pingback: 4 Jahre Mama sein - das habe ICH gelernt! - familiert.de

Write A Comment

Pin It

Wir verwenden auf der Seite Cookies. Mehr Informationen findest du unter Datenschutz. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen