Es gibt so Tage, wie heute. Da habe ich gar keine Lust raus zu gehen. Und eigentlich auch gar keine Zeit. Eigentlich habe ich auch gar keine Zeit das hier zu schreiben, zwischendurch mal eine Serie zu gucken, oder etwas zu essen. Und ich mache es trotzdem.

Momentan gibt es solche Tage öfter mal. Der Umstand, dass ich in den letzten Wochen meine Bachelorarbeit geschrieben hat, hat es verdrängt. Da hatte ich gar keine Zeit darüber nachzudenken. Über meine Unzufriedenheit. Und heute habe ich es auch nicht. Aber es gibt so Dinge, die lassen es wieder hochkochen. Dann fang ich an darüber nachzudenken, ob das alles so richtig war. Warum ich in diese Situation gekommen bin, die mich so unzufrieden macht.

Und ehrlich gesagt, finde ich darauf einfach keine Antwort. Und wenn ich mit Mathias darüber rede, dann weiß er es auch nicht. Er kann es nachvollziehen, dass ich unzufrieden bin. Und er tut sein bestes, mir dabei zu helfen und redet mir gut zu. Aber manchmal, da reicht es einfach nicht aus. Da sind dann solche Tage wie heute dazwischen, wo ich über so vieles nachdenken muss. Ich teilweise weinend auf dem Sofa sitze und mich nur Frage „Was soll ich denn bitte anders machen?“ und „Warum bin ich denn nicht gut genug dafür?“.

Und dann sind hier zwei wunderbare Menschen, die mich angucken. Der eine nimmt mich in den Arm und sagt mir, dass alles gut wird. Dass die Zeit bald vorbei sein wird. Das ich bald das machen kann, worauf ich Lust habe und nicht mehr das, was ich machen muss. Das da bald die Zeit ist, wo ich der Vergangenheit den Rücken zukehren kann und endlich wieder glücklich sein kann. Eine Zeit, in der ich mich hoffentlich wieder wohler fühle. In der ich wieder zufriedener werde und endlich nicht mehr das Gefühl vermittelt bekomme, dass ich doof bin. Und der andere Mensch? Der sitzt einfach da und grinst mich an. So hämisch, dass ich einfach nur mitlachen muss.

Und das sind die beiden Menschen, die mir immer wieder zeigen, dass ich nicht nicht gut genug bin. Dass ich gut bin, so wie ich bin. Und auf die verzichten kann, die das nicht würdigen. Und das sind die zwei Menschen, die mich an solchen Tagen zumindest für 10 Minuten runter holen. Und in diesen 10 Minuten bin ich dann zufrieden. Dank diesen zwei Menschen…

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Mama Hanna (25Jahre jung) kommt gebürtig aus einer kleinen Stadt mitten in Schleswig-Holstein. Seit 2011 wohnt sie mit ihrem Mann (2016) im Münsterland. Der gemeinsame Sohn kam 2014 auf die Welt und machte sie zur Familie.

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