Kannst du dich noch an unsere ersten Treffen erinnern? Irgendwie war von vorne herein für uns klar, dass wir zusammen Kinder haben möchten. Ich glaube wir waren nicht einmal 3 Monate zusammen, da stand der erste Kindername schon fest. Und der steht auch heute noch fest, sobald wir irgendwann mal eine Tochter bekommen. Nur doof, dass dieser Name gerade wieder total Mode ist. Dein Großcousin würde seine zweite Tochter auch so nennen. Das habe ich bereits verboten…
Dann war es soweit. Wir wurden eine Familie. Weil sich ungeplant unser wundervoller Sohn auf den Weg gemacht hat. Und obwohl der Zeitpunkt einfach nicht der idealste war, warst du der Mensch, der mich unterstützt hat. Du hast dir das zwar am Anfang nicht so richtig zugetraut. Aber dein Vertrauen in mich und meiner Intuition war viel stärker. Heute sagst du das auch manchmal. Und das freut mich. Obwohl es für mich immer außer Frage war, dass du derjenige sein wirst, der der beste Vater für meine Kinder sein wird.
Und jede Sekunde, die ich dich mit unserem Sohn sehe macht mich stolz. Weil du so stolz auf ihn bist. Wenn er lacht, dann kannst du nicht anders, als mit zu lachen. Wenn er weint, dann nimmst du ihn auf den Arm und versuchst ihn zu trösten. Zumindest meistens. Weil manchmal, da kann auch ich nu helfen. Wenn ihr euch zum Beispiel streitet. Dann schaukelt ihr euch gegenseitig hoch.  Du bist derjenige, der auch seitdem wieder öfter in Bücher schaut und gelernt hat sich auf das Kind einzustellen. Nicht selbst umzublättern. Und auch einfach mal Texte Texte sein zu lassen und nur die Bilder zu betrachten.
Seit unser Sohn kein Baby mehr ist, bist du derjenige, der Nachts aufsteht und ihn versorgt. Weil ich das auch ehrlich gesagt ganz oft nicht mehr höre. Dafür war es im ersten Lebensjahr komplett gedreht. Du bist derjenige, der jetzt schon gespannt versucht mit unserem Sohn alle Sachen auseinander zu bauen. Der am liebsten sofort an irgendwelchen Sachen rumbasteln würde. Wenn nicht sogar spielerisch das Programmieren weiterzugeben. Vorausgesetzt, es wird sein Interesse werden. Aber die Zeichen stehen sehr gut. Finde ich zumindest. Aber sage niemals nie!
Du bist derjenige, der an die Zukunft denkt. Der den Papierkram macht. Sich dafür sorgt, dass unser Sohn abgesichert ist, falls uns etwas passiert. Derjenige der das ganze finanzielle für unser Kind geklärt hat. Das wir auch jetzt schon für die großen Dinge wie Studium und Klassenfahrten und, und, und Geld an die Seite legen. Dem es wichtig ist, dass wir sicher sein können, dass es finanziell gesehen unserem Sohn gut gehen wird.
Außerdem bist du derjenige, der auch unangenehme Dinge macht. Als unser Sohn ein Baby war, bist du immer Morgens und Abends aufgestanden, wenn unser Sohn wach wurde. Du warst derjenige, der ihm eine neue Windel machte und ihn zu mir trugst, damit ich ihn stillen konnte. Du warst derjenige, der ihn danach wieder schlafen gelegt hat. Du bist derjenige, der immer da ist.
Derjenige, der sich darauf einlässt, dass ich auch Beruflich unterwegs sein kann. Der überhaupt unterstützt, dass ich arbeiten gehe. Du bist derjenige, der auch freiwillig mal von Zuhause aus arbeitet, wenn ich nicht da bin. Der in dieser Zeit die Mama- und Papa-Rolle gleichzeitig ausfüllt. Genauso, wie auch du deine freie Zeiten hast, wenn ich das übernehme.
Du bist derjenige, der stets versucht, dass es unserem Sohn und mir gut geht. Derjenige, der uns das Essen kocht – weil du es gerne machst. Derjenige, der es uns ermöglicht hat ein so tolles Familienleben aufzubauen. Und das ist der Grund, warum ich manchmal Weinen muss, wenn ich dich mit unserem Sohn sehe.
Weil es im Grunde du bist, dem ich das alles zu verdanken habe. Weil du so bist, wie du bist. Weil du der bist, mit dem ich mich am besten ergänze. Und du bist einfach die Person, die ich für mich und meine Kinder als richtig guten Papa definiere. Weil es einfach von der ersten Sekunde, in der wir drüber sprachen klar war. Weil ich dich in der ersten Sekunde des Lebens unserem Sohnes gesehen habe. Dein Gesicht. Und deine Reaktion!

Hanna
Author

Mama Hanna (27 Jahre jung) kommt gebürtig aus einer kleinen Stadt mitten in Schleswig-Holstein. Seit 2011 wohnt sie mit ihrem Mann (2016) im Münsterland. Der gemeinsame Sohn kam 2014 auf die Welt und machte sie zur Familie. Ende 2018 gibt es weiteren Nachwuchs.

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