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Oma darf im Beisein des Enkels rauchen! Aber…

19. August 2015
Familienbild Kinderwagen ziehen am Wasser | familiert.de

In einem Beitrag hat sich Sarah von Mamaskind darüber aufgeregt, dass Mitglieder ihrer Familie da rauchen, wo ihre (oder auch andere) Kinder sind. Daraus ist über Anraten via Twitter eine Blogparade gekommen. Passte mir ehrlich gesagt ganz gut, weil ich Sarah versucht hatte einen ganz langen Kommentar zu hinterlassen. Hatte nicht geklappt, deswegen kommt die Antwort halt verspätet per Beitrag.

Grundsätzlich kann man mit mir sehr schlecht über die Situation Raucher und Nichtraucher diskutieren. Das merken immer mehr Leute, die das mit mir versuchen. Auf der Arbeit war es auch schonmal Thema. Dort haben wir die Raucherbereiche vor bestimmten Eingängen. Und es gibt bestimmte Nichtraucher, die sich darüber aufregen, dass sie ja durch den Rauch müssen, wenn sie raus wollen. Warum die Raucher denn nicht ihre eigene kleine Ecke irgendwo im hintersten Eck hätten, wo sich keiner dran stört.

Moment mal. Da stört sich dann auch jemand dran. Und zwar der Raucher. Warum soll der 10 Minuten zu seinem Platz laufen, wo er rauchen darf, wenn das rauchen selbst nur 5 Minuten dauert. Also ist hier der Ärger gleich vorprogrammiert. Man kann es einfach nicht allen recht machen. Die Raucher ärgern sich über die Nichtraucher und daran, dass sie nicht mehr in Kneipen rauchen dürfen. Die Nichtraucher regen sich über die Raucher auf, weil sie rauchen… Ein Ende sehe ich da nicht in Sicht.

Wenn Kinder dabei sind, dann hat das ganze irgendwie noch mal eine leicht eskalierende Note. Und vorweg möchte ich an dieser Stelle sagen: Ich seh das relativ entspannt. Habe aber trotzdem eine Meinung und Haltung zu dem Thema. Als Beispiel nehme ich hier mal meine Mama. Weil sie raucht. Und wenn wir bei ihr im Haus sind, dann wird nur in der Küche geraucht. Und sobald Noah mit im Raum ist, unter der Dunstabzugshaube. Als er noch ein Baby war und im Kinderwagen lag, wurde darauf geachtet, dass der Kinderwagen nie im Rauch stand. Auch beim Schieben hat meine Mutter nicht geraucht. Und damit war das Thema auch für mich gegessen. Wenn wir draußen gegrillt haben und nach dem Essen geraucht wurde, dann wurde da halt geraucht. Und sobald das Kind im Zug des Rauches saß, hat sich der Rauchende umgesetzt. Trotzdem durfte auch dieser noch mit am Tisch bleiben. Das finde ich auch vollkommen okay.

Ich würde nie verlangen, dass dieser doch bitte den Tisch verlassen sollte. So viele rauchen bei uns aber auch nicht. Dennoch würde ich darauf achten, dass unser Sohn nicht mitten in der Rauchwolke sitzt. In einem Café würde auch eher ICH den Platz wechseln, als Menschen darum bitten sich rauchenderweise woanders hinzusetzen. Oder gar darum zu bitten nicht zu rauchen. Und ehrlich gesagt gehe ich sogar so weit, das ich sage: Wieso sollte man Raucher wegen dem Umstand des Rauchens des Tisches verweisen? Dann sollen die doch gehen, denen es nicht passt. Das ist meine Devise. Denn auch die Raucher haben doch wohl das Recht darauf an der Gesellschaft teilzunehmen. Und irgendwo wird das Kind so oder so mal rauch einatmen. Sei es beim Vorbeigehen von Menschen auf der Straße. Oder wirklich nebenan im Café. Oder im Schwimmbad. Oder im Park. Oder auf dem Spielplatz. Oder auf dem Sportplatz. Oder…

Generell gilt im Übrigen, dass wir unserem Sohn sagen, dass es „BAH“ ist – das macht auch die Oma. Die Zigaretten darf er auch nicht haben. Selbst die Schachtel nicht – „Das ist Omas!“ kommt dann immer. Wenn er nicht mitbekommen würde, dass die Oma raucht, bzw. sie das heimlich macht, dann finde ich es auch falsch. Dann wäre es konsequent auch vor den Kindern kein Bier oder Wein zu trinken. Ich bin der Auffassung, dass es in unserer Verantwortung liegt, dem Kind beizubringen, dass manche Sachen nur Erwachsene Trinken oder machen dürfen. Unser Sohn darf zwar vieles, aber eben nicht alles. Und später muss er eh selbst entscheiden, welchen Weg er geht. Wir können ihm nur versuchen das vorzuleben, was wir für den „besseren“ Weg halten…

Wie seht ihr das Thema? Seid ihr strikt dagegen, dass in der Gegenwart von Kindern geraucht wird? Sollte da generell mehr Rücksicht drauf genommen werden? Sollen Raucher gehen? Oder geht ihr mit den Kindern lieber?

  • Reply
    Sonja
    19. August 2015 at 21:55

    Wir haben zum Glück Niemanden in der Familie, der raucht. Und auch im Freundeskreis raucht kaum jemand.
    Das mit dem Rauchen in der Öffentlichkeit sehe ich etwas anders: Niemand soll ausgeschlossen und ausgegrenzt werden, aber die eigene Freiheit endet eben da, wo die der anderen eingeengt wird. Und da Rauchen nun einmal auch die Menschen drumherum „in Mitleidenschaft“ zieht (und nachweislich ungesund ist), können Raucher meiner Meinung nach eben NICHT überall rauchen. …und schon gar nicht in der Nähe von Kindern.
    Viele Grüße,
    Sonja

  • Reply
    Biene
    20. August 2015 at 12:01

    An sich bin ich auch sehr tolerant, was das Rauchen angeht – schließlich habe ich bis vor Kurzem selbst geraucht. Ich finde es nach wie vor oft schlimm, dass mit Rauchern umgegangen wird, wie mit Menschen zweiter Klasse und auch als mittlerweile Nichtraucher finde ich es blöd, dass in Kneipen grundsätzlich nicht mehr geraucht werden darf.

    Aber in der Wohnung rauchen, wenn Kinder anwesend sind? Und dann auch noch im selben Raum? Dunstabzugshaube hin oder her, ich finde, das muss einfach nicht sein. Natürlich kann man seine Kinder nicht von allem fernhalten und die Welt geht nicht unter, wenn das Kind mal ein bisschen Qualm auf der Straße oder im Café abbekommt – aber dort wo ich es vermeiden kann, vermeide ich es.

    Nicht bloß, weil es schädlich ist, sondern auch weil es für Nichtraucher – und besonders für Kinder – einfach eklig ist. Ich möchte ja schon nicht unbedingt in einem zugequalmten Raum sitzen, also muss mein Kind das erst recht nicht.

    Liebe Grüße, Biene

    • Reply
      Hanna
      20. August 2015 at 12:18

      Oh nein Biene, da kann etwas falsch rüber. Es wird nur bei der Oma selbst in der Küche geraucht, weil dir da halt immer raucht. Und weil es ihr Haus ist, bin ich dir letzte, dir sagt, dir soll draussen rauchen. Und es ist nicht der Fall, dass dir raucht und wir gehen mit den Kind direkt in dir Küche. Im Normalfall ist er nicht dabei. Wenn wir aber hingegen und er uns hinterher läuft, dann läuft er und halt hinterher. Und dann sind wir nicht panisch, dass wir ihn sofort raus lotzen. Aber das ist die absolute Ausnahme.

      Dann habe ich mich da nicht richtig ausgedrückt…

  • Reply
    Julia
    7. Oktober 2015 at 20:50

    Ich sehe das ähnlich wie du! Ich will nicht wissen, was die Kinder im normalen Straßenverkehr so alles einatmen.

    Meine Eltern und auch die meines Freundes waren und sind Raucher und wir sind quasi in einer Zeit aufgewachsen, als rauchen in Familien noch gesellschaftsfähig war. Ich fand das als Kind eklig und habe trotzdem später selbst angefangen (mittlerweile 4,5 Jahre rauchfrei). Ich hatte nie das Gefühl, dass mich das gesundheitlich beeinträchtigt hat (und da wurde beim Rauchen noch keine Rücksicht auf Kinder genommen), würde mein Kind dem Rauch dennoch nicht willentlich aussetzen. Ich finde aber, dass auch das wieder ein Thema ist, wo teilweise echt militant reagiert wird. Eine kinderwagenschiebende Raucherin kann eine genauso tolle Mutter sein, wie ihr nicht rauchendes Pendant!

    Leben und Leben lassen…jeder darf eine Meinung haben, muss aber auch akzeptieren, dass der andere eine andere hat. ;)

  • Reply
    svenja
    14. Oktober 2015 at 16:57

    Beim rauchen bin ich ganz strikt, nicht in der nähe meiner Tochter!
    Es muss doch nicht sein das auf Spielplätzen und an anderen Orten die für Kinder gedacht sind geraucht wird. Das ist einfach eklig und ich sag da auch was…
    Was daheim passiert muss jeder selbst mit sich verantworten aber ne mir gäbs das nicht und ich wüsste das meine Mutter da auch Verständnis hätte wenn sie rauchen würde.

  • Reply
    Wir haben einen Garten in Berlin!
    3. April 2016 at 21:25

    FamilieHört auf, in Kindernähe zu rauchen! – Auswertung 2. September 2015 | By Sarah Depold | Tags: BlogparadeIch freue mich sehr, dass so viele Bloggerinnen und ein Blogger bei der Blogparade #raucherkinder mitgemacht haben. Die Meinungen sind nahezu eindeutig: Hört auf, in der Nähe von Kindern zu rauchen! Rauchen ist schlimm, eklig, gesundheitsschädigend und sollte nicht direkt vor Kindern stattfinden. Nur eine Bloggerin steht dem entgegen und fragt, warum ausgerechnet die Raucher gehen sollen. Eine gute Mischung!Rauchverbot vor KindernRücksicht für Nichtraucher und Kinder!„Rational gesehen, dürfte niemand rauchen!“ Das ist die Schlussfolgerung von Papaleaks, der es nach der Geburt seines Kindes schaffte, einen Monat mit dem Rauchen aufzuhören. Danach zwangen ihn die Sucht und sein schwacher Wille zum Weiterrauchen, jedoch nie in der Wohnung. Statt zur Zigarette greift er jedoch zur e-Zigarette und dampft nun statt zu qualmen. Auch wenn das nicht ganz gesund ist, fühlt er sich so fit, wie schon lange nicht mehr.Chrissy von Sonnenshyn sieht es ähnlich wie ich und verlässt sofort den Raum, wenn dort rauchende Personen sind. Sie wird wütend, wenn sie rauchende KinderwagenschieberInnen sieht, Autofahrer oder Personen, die in geschlossenen Räumen quarzen. Sie betont: „Wir haben die Pflicht, unsere Kinder zu schützen!“Marsha ist Rauchern gegenüber sehr tolerant eingestellt, immerhin rauchten auch ihre Eltern, und das überall in der Wohnung und im Auto. Ihre Mama rauchte in der Schwangerschaft „nur“ 10 Zigaretten – das war normal in den 80ern, schreibt Marsha auf Mutter und Söhnchen. Doch auf dem Spielplatz und im Alltag fordert sie Abstinenz von der Zigaretten, denn „Kinder haben nicht die Wahl!“.Dani von Glucke und so hörte sofort mit Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft auf zu rauchen. Sie wollte das auch in ihrem Umfeld strikt durchsetzen. Ihre Familie versteht ihren Punkt nicht, sodass das auch heute noch ein sensibles Thema ist. Dani möchte ihrem Sohn ein gutes Vorbild sein und will aufklären: Alkohol und Zigaretten sollten nichts Normales sein, sondern von Kindern ferngehalten werden.Dass ihre Eltern rauchten, störte Sabine (Klitze-kleine Dinge) schon in ihrer Grundschulzeit. So schreibt sie, dass Raucher selbst keine Ahnung haben, wie sie riechen und prangert besonders Kippen auf dem Spielplatz an. Sie fordert Rücksichtnahme, Raucher mussten sich selbstverständlich die Hände waschen, bevor sie ihr Baby anfassen. Sie spricht sich für ein ausgesprochenes Rauchverbot vor Kinder aus. Kinder können sich dem Rauch nicht selbst entziehen. Als sie noch selbst rauchte, zog sie sich im Anschluss um, putzte die Zähne und wusch sich, findet Rauchen aber umständlich, wenn man Kinder hat. Sie ist nun Nichtraucherin.Zigaretten verursachen Schlaganfälle und BehinderungenKrasser sieht das Julia, die als Schimpfmalmama bloggt. Sie fordert, dass Eltern sich beim Rauchen vor den Kindern verstecken. Zigaretten sollen gar aus der Wohnung verbannt werden. Es sollte nichts Normales sein! Auch sie rauchte selbst, hörte jedoch beim zweiten Kind endgültig auf. Nun achtet sie viel mehr auf die rauchende Umwelt.Nadine schreibt auf Tante Tinte, dass sie es heute noch unverständlich findet, dass ihre Mutter sie damals anlog. Sie verheimlichte ihr, dass sie raucht und belog ihre Tochter selbst auf Nachfrage. Das findet sie schlimmer als das Rauchen selbst.Eine vorbildliche Raucherin war Jessy (Zwerg und Meer), bis sie schließlich aufhörte. Sie stellte sich weg von Nichtrauchern, notfalls in den Regen. Nun verlangt sie dies auch von anderen, die eine Zigarette qualmen wollen und spricht sie sogar darauf an.Sari geht es als Nichtraucherin viel besser und erwartet Rücksicht auf Kinder. Sie fragt auf Mongras.de, warum man überhaupt darum betteln muss, das sollte ihrer Meinung nach selbstverständlich sein!Verweist die Nichtraucher vom Tisch!Hanna (familiert.de) ist sehr entspannt, was das Rauchen angeht. Ist sie bei ihrer Mama, hält sie ihren Sohn zwar von dem Rauch fern, wird aber auch nicht „panisch, wenn er mal in die Küche zur Oma rennt, wo sie unter der Dunstabzugshaube raucht“. Hanna achtet darauf, dass ihr Sohn Noah bei Feiern nicht im Rauch sitzt und wundert sich, warum man Raucher des Tisches verweisen soll. Sollen doch die Nörgler gehen! Sie schreibt, auch Raucher haben das Recht an der Gesellschaft teilzunehmen. Das Kind wird sowieso irgendwo Rauch einatmen, man kann es nicht verhindern. Hanna bringt ihrem Sohn bei, dass es ein Erwachsenending und eklig ist.Großbritannien verbietet das Rauchen mit Kindern im AutoNachdem ab dem 1. Oktober in Großbritannien absolutes Rauchverbot in Autos herrschen soll, wenn Kinder dabei sind, werden auch hier Stimmen dazu laut. So fordert die Drogenbeauftragte Marlene Mortler eine Prüfung dieses Verbotes in Deutschland.Und auch bei Mama und die Matschhose war das Thema Rauchverbot in Autos ein großes Thema. Sie begrüßt dieses Verbot und würde es gerne in Deutschland durchgesetzt sehen. Unverständlich findet sie die Frau, die ihre Kinder auf der Parkbank rücksichtslos vollqualmte. Aber ob diese Art von Mensch überhaupt rücksichtsvoll sein kann?Ich denke, dass das selbstverständlich sein sollte, vor Kindern nicht und in der Sardinenbüchse Auto erst recht nicht zu rauchen. Wenn ein mögliches Rauchverbot genauso schlaff kontrolliert wird, wie das Handyverbot am Steuer, hilft ein Verbot auch nicht weiter. Vielleicht sollte Zigaretten einfach um ein Vielfaches teurer werden, sodass es ein Luxusgut wird. Daran wird aber der Staat wenig Interesse haben, der sehr gut am Verkauf von Zigaretten mitverdient. 2014 waren es 14,3 Milliarden Euro, eine unglaubliche hohe Summe.Quelle: Wikipedia, Tabaksteuer:„Wenn man sich seit Januar 2015 eine Schachtel Zigaretten (19 Stück) für 5,00 Euro kauft, werden insgesamt 3,75 Euro als Steuern abgeführt (2,95 Euro Tabaksteuer + 0,80 Euro Umsatzsteuer). Dies entspricht einem Anteil von 75 % des Kaufpreises. Da Teile der Steuern pro Zigarette berechnet werden, ist dieser Steueranteil pro Schachtel variabel und erreicht bei Discounter-Zigaretten bis zu 90 %.“Absoluter Wahnsinn!FazitJeder weiß, dass Rauchen schädlich ist. Manche tun es trotzdem, einige hören damit auf, weil sie ihren Kindern ein gutes Vorbild sein oder gesünder leben wollen. Sie bekämpfen die Sucht und halten durch. Ich finde es super, wie ihr das macht! Die Gesundheit ist unser höchstes Gut und sollte geschützt werden. Und wenn das im Rahmen unserer Möglichkeiten ist, können wir doch gleich noch die der anderen schützen. Passivrauchen vermeiden sollte dazu beitragen.Ähnliche Beiträge Facebook Twitter Google+ Pinterest

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