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Was ich wirklich in der Elternzeit gemacht habe

27. Oktober 2019
Kind sitzt auf einer Schaukel - es fühlt sich an, wie eine Achterbahnfahrt | familiert.de

Seit über einem Jahr bin ich zuhause. Ich war froh darüber zuhause zu sein. Gleichzeitig habe ich gemeckert. Und dann war hier alles plötzlich komplett leise. Nun möchte ich euch mal kurz sagen, was ich denn nun wirklich in meiner Elternzeit gemacht habe.

Berufliche Veränderungen in den Weg leiten

Ich war viel auf der Arbeit, habe dort den Kontakt zu Kollegen und Freunden gehalten. Bereits zu beginn meiner Elternzeit wusste ich aber, dass sich etwas für mich ändern muss. Dadurch habe ich viele Gespräche geführt, mich um mein Arbeitszeugnis gekümmert und schlussendlich einen Weg gefunden, auf den ich mich riesig freue! Ich werde eine neue Stelle antreten und mich dadurch sowohl fachlich, als auch technisch neu aufstellen – eine Bereicherung für mich!

Wissen auffrischen und reaktivieren

Mit dem Wechsel meiner Arbeitsstelle werde ich mich auch in der Programmierung umorientieren. Anstatt weiter in Cobol und JCL zu programmieren, werde ich zu den Java Leuten stoßen. Vor allem in den letzten Tagen habe ich mich deswegen wieder sehr intensiv mit Java beschäftigt. Da kommt auf einmal ganz viel Wissen wieder hoch. Um mein Wissen zu stärken, habe ich ein kleines Projekt für uns Zuhause angefangen und Mathias darf das zwischendurch Kontrollieren und mir bei Fragen helfen, wenn ich mich doof anstelle. Erstaunlicher weise kommt das eher wenig vor – im Gegenteil ist er „beeindruckt“, was ich bisher dahin gezaubert habe :D

Projekt Pool im Garten

Spontan gesellte sich Anfang des Jahres das Projekt „Pool im Garten“ noch dazu. Wir haben die Möglichkeit bekommen, einen großen Pool aus einem Garten abzubauen und mitzunehmen. Den haben wir komplett überarbeitet: Das Holz abgeschliffen und neu aufgearbeitet. Wir haben uns mit Pooltechniken auseinander gesetzt. Es wurde eine Verschalung gebaut, ein Fundament aus Beton gegossen, Styropor verlegt, der Pool aufgestellt und viel gebadet! Wir haben uns Gedanken über eine „Terrasse“ am Pool gemacht, uns mit der Sicherheit auseinander gesetzt und nun? Nun haben wir einen Pool im Garten, der am liebsten jetzt noch von Noah genutzt werden will!

Das Mädchenzimmer ist Geschichte

Wer uns schon lange verfolgt weiß, dass wir 2016 unser Haus gekauft haben. Noch vor dem Einzug haben wir hier viel verändert – aber ein Raum blieb so, wie wir in gekauft haben: Das Mädchenzimmer. Ein zweites Kind stand bei uns nie außer Frage, und da wir das Zimmer schön fanden, haben wir die Tapeten dort so gelassen. In der Schwangerschaft mit Lasse kannten wir sein Geschlecht nicht, also haben wir auch das Zimmer nicht verändert. Und nun ist eh alles anders: In der Schwangerschaft mit Lasse kam es vermehrt auf, dass Noah gerne mit einem von uns schlafen wollte. Meistens war Mathias das, weil ich alleine besser schlafen kann. Das Ende vom Lied: Wir haben ein Familienbett. Die genaue Geschichte erzähle ich euch mal wann anders. Aber diese Art von Schlafzimmer war früher für mich undenkbar. In der Elternzeit haben wir aber auch dieses Zimmer her gerichtet und ich habe mit 27 Jahren das erste mal tapeziert.

Nichts ist schöner, als Urlaub, Freunde und Familie

Außerdem habe ich die Elternzeit mit den Jungs genutzt, um Freunde in Deutschland zu besuchen. Wir waren in Schleswig-Holstein – sehr viel – haben die Meeresluft genossen, im Garten meiner Schwester gezeltet und Stockbrot gegessen. Wir waren im Skiurlaub, im Urlaub an der Mosel, wir waren nochmal in Holland im Urlaub und zuletzt 2 Wochen in Schweden und Dänemark unterwegs. Die Zeit haben wir alle zusammen sehr genossen!

Schulsysteme ahoi! Zwischen Regel- und Privatschule

Fast gezwungener maßen habe ich mich mit demSchulsystem in NRW auseinander gesetzt, denn nächstes Jahr wird Noah eingeschult. Und ich bin ein Mensch, der dem Schulsystem in Deutschland schon kritisch gegenüber steht. Ich bin nicht der Meinung, dass es komplett bescheiden ist, aber Luft nach oben gibt es allemal! Vor allem wünsche ich mir für unseren Sohn, wie eigentlich alle Eltern, dass er gerne zur Schule geht und lernt. Dass er im eigenen Tempo lernen kann und so wenig Druck wie möglich entsteht. Am besten erkläre ich das auch nochmal extra. Aber ja, wir versuchen unser Glück bei einer Privatschule. Aber auch nur bei einer bestimmten. Denn bei allen anderen Varianten fände ich persönlich den Eingriff in die Selbstständigkeit von Noah zu bedeutend, denn bei anderen Schulen wäre er immer darauf angewiesen, dass wir ihn mit dem Auto hinbringen.

Politik – mitmachen anstatt immer nur zu meckern!

Außerdem habe ich mich sehr intensiv mit den Parteien vor Ort auseinander gesetzt. Jahrelang habe ich bei der Firmenpolitik bei der Arbeit mitgemacht. Irgendwann habe ich aufgehört, weil mir meine Energie dafür zu schade war. Also? Ja… Wo kann man sie sonst reinstecken? In die „normale“ Politik. Aufhören zu meckern, sondern machen! So war ich schon bei Sitzungen dabei und habe selbst ein Vorschlag fürbass Wahlprogramm gemacht – in meiner Perfektion habe ich das sogar imVorfeld ausgearbeitet und Handouts vorbereitet – und gemerkt, dass das ganz schon viel Tamtam war :D

Ausmisten und Umgestalten – Endlich weniger Kram & mehr Ordnung

Schon in der Schwangerschaft mit Lasse habe ich viel aussortiert, umgestaltet und tatsächlich auch weggeschmissen. Weil die Dinge einfach schon kaputt waren, irgendwelche Ersatzteilen IKEA Möbeln waren, die zu speziell sind oder, oder, oder. Dafür habe ich übrigens auch das Buch von Denise von Fräulein Ordnung genutzt! Super toll! Der Flur sieht nun schon immer sehr schön aus und wir haben auch die Rucksäcke nicht mehr in sämtlichen Ecken stehen. Im Schlafzimmer haben wir nun nur noch die Betten und eine Wand mit Kassetten – die sind hier sehr wichtig! Alle Spiele haben im Flur nun endlich (zumindest noch!) Platz. Als nächstes ist sehr intensiv die Küche dran. Denn auch da haben wir sehr viel Kram, den wir ehrlich gesagt nie nutzen…

Taufe und erster Geburtstag!

Ich möchte hier gar nicht um die Religion diskutieren, das möchte ich einmal vorweg nehmen. Wir möchten Lasse taufen lassen und haben uns entschieden, dass wir das mit seinem ersten Geburtstag zusammen legen. Das bedeutet, dass wir an seinem Geburtstag selbst nur als kleine Familie feiern werden und dann mit der Familie zusammen seinen Geburtstag und die Taufe zusammen feiern. Nicht, weil wir ihm eine Feier nehmen wollen, sondern so eine Feier für einen Einjährigen schon etwas Stress bedeutet. Und im übrigen haben wir Noahs ersten Geburtstag auch nur allein gefeiert!

Eingewöhnung im Kindergarten – der Kamikaze!

Was auch neu ist: Wir haben nun zwei Kindergartenkinder. Anfang September haben wir mit der Eingewöhnung gestartet. Wie bei Noah auch schon, war die Eingewöhnung von Lasse super unkompliziert. Er ist eine kleine Kamikaze, der jeden anlacht und gerne die Gegend entdeckt. Wir merken richtig, wie gut es ihm tut – und sehen jeden Tag, wie glücklich wir ihn aus dem Kindergarten abholen.

Neue Sprachen erweitern den Horizont!

Schon letztes Jahr habe ich mir eines für 2019 vorgenommen: Ich lerne Niederländisch! Ich wollte gerne eine Sprache lernen. Lustig – hätte man mir das früher gesagt, hätte ich dem Menschen einen Vogel gezeigt. Zu Schulzeiten waren sowohl Französisch, als auch Spanisch für mich eine Strafe! Ich bin einfach kein Sprachenmensch. Aber diesmal wollte ich es gerne, also lerne ich bereits seit mehreren Wochen Niederländisch. Und zwar mit einer App, denn ich wollte schauen, ob es mir leichter fällt, wenn ich nicht mit Übersetzungen lerne, sondern so, wie jedes Kind sprechen lernt. Ich habe keine Ahnung, ob es daran liegt, dass Niederländisch dem Deutschen schon ziemlich nah ist, aber ich komm damit super zurecht. Ehrlich gesagt denke ich manche Sätze sogar auf Niederländisch oder übersetze sie beim Sprechen mit Mathias selbst. Im übrigen habe ich mich für Niederländisch entschieden, weil wir schon ziemlich oft dort sind. Früher zwar mehr, weil wir doch noch dichter an der Grenze waren, aber auch heute sind wir schnell dort.

Studium hingeschmissen – es war nicht das, was ich wirklich will!

Aber ich habe nicht nur Dinge geschafft, sondern auch aufgegeben: Ich habe meinen Master hingeschmissen. Immer wieder hatte ich ein schlechtes Gewissen. Direkt danach habe ich schon darüber gebloggt, aber mit dem Abstand merke ich um so mehr, wie sehr mich Das Thema belastet hat. Ich habe mich einfach damals in eine Entscheidung drängen lassen, die schon ziemlich von dem Entfernt war, was ich persönlich eigentlich wollte.

Ach… Das Baby!

Vielleicht sollte ich das Baby auch nicht vergessen. Denn hey! Immerhin habe ich ein Baby geboren. Hab ganz viel gekuschelt, geknuddelt und geliebt. Stille seit fast 11 Monaten, begleite eines der Kinder in den Schlaf und bringe dem Baby bei, dass er auch alleine von Stühlen/ Küchen/ Treppen herunterkommt. Denn wie weiter oben beschrieben: Der kleine ist ein ganz schön großer Rabauke! Aber ehrlich? Es macht so Spaß!

Neue Projekte voranbringen und in die Wege leiten!

Außerdem habe ich in den letzten Wochen und Monaten ein neues Projekt angefangen, was demnächst starten wird. Ich bin richtig gespannt, wie das wird. Und vor allem auch, ob es angenommen wird. Ich habe da Zeit, schweiß, Perfektionismus und ganz viel Liebe reingesteckt. Daher wäre es mir persönlich ein Anliegen, wenn daraus auch effektiv etwas wird.

Alles andere als langweilig…

Wie man vielleicht merkt, ist es hier alles andere als langweilig. Aber ich war mit dem Kopf in soviel verschiednen Dingen vertieft, dass ich da erstmal wieder rauskommen wollte und musste. Und da bliebt einfach keine Zeit für diesen Blog. Denn ehrlich? Ich hatte wichtigere Dinge, zu deinen ich erst eine Entscheidung treffen musste. Und Entscheidungen treffe ich liebend gerne fundiert!

Meine Elternzeit zuhause - das habe ich wirklich gemacht! [ familiert.de

  • Reply
    Sabrina
    28. Oktober 2019 at 20:55

    was alles so in ein Jahr passt :D

    Du mit welcher APP hast du den die sprache gelernt?

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