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Familie Familie und Beruf

Nur als glückliche Frau kann ich eine gute Mama sein

18. März 2017
Mama und Sohn

Als junge Mensch werde ich ganz oft gefragt, ob es nicht ein Fehler war so früh Mama zu sein. Immerhin sei ich ja drauf angewiesen unseren Sohn in den Kindergarten zu geben und arbeiten zu müssen. Ich müsste ja so viele Abstriche machen – und letztes Jahr hat unser Sohn ja auch alleine Urlaub bei meiner Mama gemacht… Ich muss da mal was klarstellen!

Ich geh arbeiten, weil ich es will!

Es ist nämlich in erster Linie gar nicht so, dass ich drauf angewiesen bin zu arbeiten. Ich habe rein gar nichts gegen Eltern, die bei ihrem Kind zuhause bleiben. Natürlich ist das ebenfalls ein Fulltime-Job, jedoch wäre es nie meiner. Ich habe mir meinen Beruf, den ich heute ausübe selbstständig ausgesucht, bin in meine Aufgaben reingewachsen und mache das auch heute noch. In meinem Beruf arbeite ich aktuell richtig gerne. Auch, wenn ich weiß, dass ich das so womöglich nicht für immer machen möchte, ist es im jetzigen Augenblick genau das richtige für mich. Als ich in der Elternzeit mit Noah war, bin ich freiwillig zeitweise wieder arbeiten gegangen, obwohl es nicht nötig gewesen wäre. Um genau zu sein: Dank unserem genialen Steuer- und Sozialsystem haben wir beim Elterngeld letztendlich drauf gezahlt! Ich brauchte für mich einfach den Übergang von „gar nicht“ zu „Vollzeit“. Für mich war dennoch klar, dass ich nach meiner Ausbildung nicht in Vollzeit arbeiten gehen werde, sondern in die Teilzeit wechsle. Auch bei einem zweiten Kind würde ich wieder relativ schnell in den Beruf zurückkehren, nicht weil es finanziell nötig ist, sondern weil ich es einfach will! Ich bin einfach kein Mensch, der zuhause bleiben kann. Dafür bin ich in meinem Beruf zu glücklich – weil er mich auch ein Stückweit erfüllt.

Unser Sohn schläft woanders, weil er es (auch) möchte

Ähnlich verhält es sich bei derÜberbrückung der KiTa-Schließzeit aka Ferien. Wir sind nicht darauf angewiesen, dass andere Menschen (im letzten Jahr die Oma Katze) auf unseren Sohn aufpassen. Wir würden das auch in solchen Zeiten Dank Urlaubsanspruch, aufgebauten Überstunden und der Möglichkeit im HomeOffice arbeiten zu können, hinbekommen. Es hatte sich aber angeboten und wir hatten da nichts gegen. Warum sollte unser Sohn dann nicht die Möglichkeit bekommen eine tiefere Verbindung zu der Familie aufzubauen, die ganz weit weg wohnt? Wir vertrauen unseren Familien da sehr. Wäre dieses Vertrauen nicht da, würden wir das auch gar nicht machen (können). Unter dem Aspekt fallen auch Übernachtungen für eine Nacht bei der anderen Oma, oder auch bei der Patentante. Wenn unser Sohn schon aktiv danach fragt, dass er mal da schlafen möchte, dann soll er es doch auch einfach dürften. 

Meine Auszeiten zum Glücklichsein

Ich achte da schon sehr drauf, dass ich meine Auszeiten im Alltag bekomme. Aber ich bin auch einfach der Ansicht, dass ich nur eine gute Mama sein kann, wenn ich selbst glücklich bin. Ich möchte keine Mama sein, die stehts unglücklich im Alltag von A nach B läuft und die ganze Zeit eine Flunsch zieht, weil sie an jeder zweiten Ecke andere Mamas sieht und sich denkt „Ach, hätte ich doch…“! Nur, weil ich Mama bin, bin ich ja nicht weniger Hanna. Ich will auch meine Interessen ausleben können. Und wenn es bspw. mein Interesse ist zu Bloggen, dann nehme ich mir aktiv die Zeit dazu – damit ich ein Stückchen glücklicher werde. Wenn es mein Interesse ist zu Nähen, dann mache ich das – damit ich ein Stückchen glücklicher werde. Klar ist aber auch, dass diese eigenen Zeiten mit Kindern weniger werden. Aber was bringt es meinem Sohn, wenn ich wie ein Häufchen Elend zuhause sitzen würde? Ich bewundere jeden (egal ob Mama oder Papa) dafür, wenn er oder sie zuhause ist. Mit voller Überzeugung, weil diese Mama-/ Papa-Rolle ihn bzw. sie erfüllt. Ich bin da voll und ganz: „Leben und leben lassen“-Eingestellt, solange Kinder darunter nicht leiden müssen.

Arbeit ist für mich auch eine Auszeit

Und unter diesen Auszeiten aus dem Alltag, da zähle ich auch meine Arbeit. Klar ist Arbeit irgendwo auch Alltag. Nach der Arbeit bin ich glücklich – okay nicht immer, aber in den meisten Fällen. Ich fahre auch gerne zur Arbeit und freu mich da schon drauf. Das hat alles nichts damit zu tun, dass ich keine Lust auf mein Kind habe. Ich genieße die Zeit vor und nach der Arbeit mit ihm unglaublich! Ich freue mich auch schon auf die Tage, an denen ich mich mit meinem Kind über Themen unterhalten kann, die über „Aus was kann ich alles einen Stempel bauen“ hinaus gehen.

Alle sind glücklich – derzeit?

Im Moment ist es zumindest so, dass wir generell alle glücklich sind. Ich bin glücklich, dass ich mir meine Auszeiten nehmen kann, um Dinge zu tun, die mich glücklich machen. Noah ist glücklich, dass er in den Kindergarten gehen kann (ja, ernsthaft!). Er ist aber auch glücklich, dass er sich Freitags aussuchen darf, was er machen möchte – da darf er bei mir bleiben oder in den Kindergarten gehen, oder wie diesen Freitag, einen Tag bei der Oma verbringen darf. Ich kann nicht in die Zukunft schauen, ob das für uns immer so bleiben wird. Aber wir werden es definitiv weiter so handhaben: Wenn es möglich ist, dass alle die größtmögliche Zufriedenheit haben können, dann soll sie auch jeder bekommen!

 

P.S.: Ich möchte NOCHMAL betonen, dass ich wirklich nichts – rein gar nichts! – gegen Mamas oder Papas habe, die zuhause sind. Ich sympathisiere auch nicht nur mit denen, die arbeiten gehen. Ich finde das gut, wenn die Familie ihren eigenen Weg findet und möglichst wenige Personen möglichst wenige Kompromisse machen müssen. Ich bin mir auch bewusst, dass es Personen gibt, die z.B. liebend gerne zuhause bleiben würden, dies aber leider finanziell nicht möglich ist….

 

  • Reply
    Mel
    18. März 2017 at 20:25

    Da gebe ich die vollkommen recht. Nur eine entspannte zufriedene Mutter ist eine Gute!
    Ich gehe (leider) auch nicht arbeiten, würde aber definitiv gerne mehr machen. Ist eine lange Geschichte warum das so ist wie es ist ;-) Jedenfalls habe ich nun meine/unsere Zufriedenheit im unterwegs sein gefunden. Mein Sohn liebt es unterwegs zu sein und ich auch. Und ganz nebenher (hahaha), habe ich deshalb auch einen Blog angefangen, weil es mir gut tut.
    Macht weiter so und wem es nicht passt, der soll es eben anders machen ;-)
    Viele Grüße
    von Mel vom Kind im Gepäck

    • Reply
      Hanna
      18. März 2017 at 20:32

      Hat ja gar nicht immer etwas mit arbeiten zu tun.
      Ist doch auch cool komplett zu reisen! Finde ich auch interessant und mega schön – hier wäre es aber z.B. definitiv so, dass das nicht Mathias‘ Ding wäre. Da ist es schon ein halbes wunder, wenn der mal Campen geht (außer es ist auf dem Festival :D)…
      Spannend, wo ihr schon überall ward :O

  • Reply
    Jenny
    18. März 2017 at 23:06

    Ich finde auch, wenn man ausgeglichen und zufrieden ist, erst dann kann man eine gute Mutter sein. Das jeder Mal schlechte Tage/Phasen hat schließt dein Post ja nicht aus. Meine Beruf gehört bei mir allerdings nicht wirklich dazu, aber das war auch schon vor unserem Sohn so ???? Ich nehme mir auch Auszeiten und wenn es nur mal eine Stunde beim Frisör/im Nagelstudio im Alltag ist.

    LG Jenny

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